Basteldiesel - HU ohne Mängel bestanden

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • klingt gut! Weiterhin gute Fahrt mit deinem Diesel. Freu mich auf eitere Reiseberichte.

      Danke, Bianca! Ne größere Reise steht gerade nicht an, dazu bin ich zu sehr eingespannt. Es könnte in den nächsten Jahren wieder ruhiger werden, dann geht's wieder irgendwohin los. Kroatien war ja nur die Fahrt, wir sind völlig verweichlicht Mautstrecke gefahren und hatten dort ein kleines Apartment gemietet. War für 1 Woche das Einfachste.

      Hast du da vielleicht einen Tipp?

      Sicher, das ist nämlich kinderleicht. Zu Zeiten als ich noch keine Bühne hatte, war das garkein Problem, sowas kann man mit einfachsten Mitteln machen. Ich empfehle schräg abgesägte Balkenstücke als Auffahrrampen, so 15x20 oder 20x25cm (die breite Seite als Bodenauflage). Dann die Unterbodenabdeckung und das kleine Schirmblech demontieren (hat zumindest der Diesel), Mutter lösen, Schraube raus, Umlenkhebel zur Seite drücken, dann von unten mit einer kürzeren Stahlstange (ca. 10-15mm Durchmesser) und von oben vom Motorraum aus (geht beim Diesel problemlos) mit ner längeren Stange die beiden Teile der Lagerung rausschlagen, von unten kann man auch per Wagenheber + Stange rausdrücke. Einbau ist noch einfacher, die Schraube kann man notfalls als Einzieher verwenden und evtl. erst eins, dann das andre Lager einpressen.

      Gratuliere :)

      Danke! :yo

      viele Grüße!
      Jo
    • Ahoj,

      Gullideggl schrieb:

      Sicher, das ist nämlich kinderleicht. Zu Zeiten als ich noch keine Bühne hatte, war das garkein Problem, sowas kann man mit einfachsten Mitteln machen. Ich empfehle schräg abgesägte Balkenstücke als Auffahrrampen, so 15x20 oder 20x25cm (die breite Seite als Bodenauflage). Dann die Unterbodenabdeckung und das kleine Schirmblech demontieren (hat zumindest der Diesel), Mutter lösen, Schraube raus, Umlenkhebel zur Seite drücken, dann von unten mit einer kürzeren Stahlstange (ca. 10-15mm Durchmesser) und von oben vom Motorraum aus (geht beim Diesel problemlos) mit ner längeren Stange die beiden Teile der Lagerung rausschlagen, von unten kann man auch per Wagenheber + Stange rausdrücke. Einbau ist noch einfacher, die Schraube kann man notfalls als Einzieher verwenden und evtl. erst eins, dann das andre Lager einpressen.
      danke für den Tip mit der Eisenstange, hätte ich auch von selbst drauf kommen können. :whistling: Ich stelle den Wagen für gewöhnlich auf zwei alte Felgen mit Reifen oder auf ein sebstgebautes Brett mit Blöcken drunter. Ob ich allerdings die lange Schraube oben rausziehen kann wird sich noch zeigen. Von oben komme ich beim Benziner nicht dran ohne den Krümer abzuschrauben (wenn ich mich richtig erinnere ... ich schaue mal am Wochenende).

      Sonst habe ich mir mal den ganzen Stoff durchgelesen und bin begeistert! Genauso muss man ein Auto aufbauen, Design follows function :D , und die Reisen sind natürlich super :yo !
      Meiner wird auch nur eine Bastelkiste für diverse Reisen, bin mir aber noch nicht sicher, wie gut er zum drin schlafen taugt - Rückbank raus und bis in den Kofferaum strecken geht ja nicht wegen dem Tank. Naja, ich werde wohl eher ein Zelt und/oder ein Tarp nehmen.

      Beste Grüße

      Tj.
    • Hallo zusammen,

      der Basteldiesel fährt wunderbar, hat jetzt 403tkm auf der Uhr und da kann man schon mal ne Anhängerkupplung montieren. Hab ich letzte Woche mit Simon eingebaut, Elektrik machen wir die Tage mal.

      Dieses Jahr hab ich insgesamt mehr am /8 geschraubt (beide hinteren Radlager, Antriebswellenmanschetten, fürn TÜV das linke Traggelenk vorne, Zündschloss ist verreckt, Servoleitung, usw.), am Basteldiesel gibt's derzeit nur nen Ölverlust, ich vermute aber da ist nur der Ölpeilstab undicht (O-Ring), jedenfalls wird das Öl vom Riemen verteilt und oben ist deutlich mehr als unten. Dürfte also obenrum undicht sein. Ansonsten war noch der Lenkzwischenhebel wieder am Wackeln (d, hab den dann unvernünftig stark angeknallt, jetzt ists wieder gut. Keine Ahnung was da ist, hab keine Lust, alle 15tkm nen neuen zu verbauen. Ein kleines Rostloch am Radlauf wird demnächst auch noch zugebraten. Den Wassereinbruch im Kofferraum sollte ich vor dem Winter auch noch beseitigen...
      Nen Satz frische Winterreifen gibt's dieses Jahr auch mal.

      Dank montierter AHK kann an jetzt mein /8 im Winter definitiv stehen bleiben, auch wenn ich nen Hänger ziehen muss. Opti.

      viele Grüße!
      Jo
    • Hallo zusammen,

      weil von hinten ab und an leichte Schleif - und Quietschgeräusche kamen, musste ich letztens ran und die Ankerbleche erneuern. Die haben beim W201 leider auch die Funktion, als Auflage für die Bremsbeläge der Feststellbremse zu fungieren. Und die Anlagepunkte waren fast alle an- oder weggefault... Bei 410tkm ist das drin.



      Hatte das längst auf dem Schirm aber weil ich die Radlager nicht auch noch erneuern wollte (Nabe muss ja eigentlich raus und somit werden die Radlager zerstört) und es mit der Überstülpmethode auch nach viel Arbeit und etwas halbherziger Reparatur aussah, hatte ich das aufgeschoben. Dann kamen die Geräusche öfter.

      Also kurz recherchiert, dann saugünstige passende verzinkte (!) Bleche gefunden, diese und gleich den Rest für die Bremse hinten prophylaktisch mitbestellt (habe das alte Zeug aber wieder verbaut)
      Die Bleche: (je ca. 20-25€)
      hinten links: 3024373 VAN WEZEL
      und
      hinten rechts: 3024374 VAN WEZEL

      Ich war erstaunt, wie gut die Dinger verarbeitet sind und sie bestehen nicht nur aus dünnstem Trompetenblech. Definitiv ihr Geld wert. Wie gut sie ohne Auseinanderflexen passen, kann ich leider nicht sagen. Der Innendurchmesser scheint etwas knapp aber egal.

      Also alles zerlegt und die alten Bleche rausgeflext und gerissen:




      Dann das neue Blech so angezeichnet, dass der Schnitt nicht durch eine funktionsrelevante Stelle verläuft. Es gibt da die Auflagepunkte für die Bremsbacken, die Befestigungsschraublöcher und die Langlöcher für die Haltefedern.





      Die alten Schrauben gingen zum Glück gut raus, die habe ich dann durch neue ersetzt und die Bleche erstmal so montiert und exakt ausgerichtet, damit der Spalt, der vom Flexen entsteht, überall gleich groß war.






      Dann die ersten verbindenden Punkte gesetzt. Die Zinkschicht habe ich im zu schweißenden Bereich natürlich entfernt, die stört sonst massiv und man schafft es nur schwer, vernünftig zu schweißen.
      Mit einem gescheiten MIG/MAG-Schweißgerät ist das dann nur etwas Übungssache und die Bleche sind verbunden. Habe Punkt an Punkt durchgeschweißt und die Naht wo nötig hinterher geglättet.






      Dann noch die blanken Stellen zweimal dick und fett mit billigem Metallschutzlack eingepinselt und die Sache war erledigt.




      Leider ging mir beim Zusammenbau ein Gewinde im Radträger kaputt (Bremssattel), das habe ich dann durch ein größeres ersetzt und den Sattel entsprechend angepasst. War ein ziemlicher Scheißjob aber hat letztlich auch bestens geklappt.

      Dann blieb noch der Kilometerzähler stehen bzw. die gesamte Zahlenreihe hing schief im KI, also dieses ausgebaut, zerlegt und sowohl das Metall- als auch das Kunststoffzahnrad auf der Welle so fixiert, dass es wohl für immer halten wird.

      Dieses Jahr kriegt er dann wieder frisch TÜV und fährt hoffentlich noch viele Jahre. Momentan sehe ich keinen Grund, das Auto durch ein anderes zu ersetzen.

      Grüßle Jo
    • Hallo Mallnoch,

      wie kommst du denn auf das schmale Brett?
      Wenn man an der Bremse Änderungen vornimmt, muss man die ggf. abnehmen lassen. Eine Änderung wurde nicht vorgenommen, die Bremse wurde mit passenden Teilen repariert.

      Musste mir letztens Ähnliches anhören, als ich an meinem Traktor modernere Reifen anderer Bauart und Abmessung (Radialreifen statt Diagonalreifen mit größerem Abrollumfang und mehr Breite) eintragen lassen wollte. Vom Überwachungs-Spektakel war zu hören:
      - darf nicht einen Millimeter über die Kotflügel herausragen
      - Abrollumfangt darf nicht größer werden
      - muss am besten schonmal irgendwo eingetragen worden sein beim gleichen Traktortyp
      - oder wenn, dann Drehzahlanpassung über Abregeldrehzahl. Darf nicht schneller laufen.
      - es gibt für diesen Alten Traktor kein Gutachten, dass der schneller laufen darf und z.B. die Bremse das mitmacht, daher Einzelabnahme unmöglich
      bla bla bla
      und so weiter

      Als ich dann einfach einen motivierten TÜV-Prüfer beim TÜV Süd angerufen hatte, stellte sich das alles als schlicht nicht zutreffend heraus: "Des isch doch egal, was Sie do für Royfa nuffmached solang die rond sen und auf die Felga nuffbassad un in die Radhayser neigehn isch des bei dem alda Schlepper en Ordnung".

      Ebenso hat mein Bruder letztens sein auf Moped umgebautes Mofa umschlüsseln lassen, das darf jetzt 40 laufen (ich glaube Kreidler MF2 zu MP2). Ohne Geschieß, war völlig unkompliziert.

      Vor ca. 14 Jahren habe ich den Führerschein neu gemacht, weil mein linker Arm seither gelähmt ist. Ich muss beim Fahren alles Wichtige mit einer Hand bedienen können. Daher stand es in Zweifeln, ob ich den kleinen Traktorführerschein auch bekommen sollte. Das wollte der Prüfer so nicht. Das sah ich auch ein, weils da teils auch recht dicke Traktoren gibt und ich meinte: "Bei meinem Traktor habe ich einen Lenkradknauf montiert und ääähhhhm sonst nix aber der ist problemlos zu fahren, weil der läuft nur 18,94km/h." Ich habe dem TÜV-Prüfer damals dann einfach gezeigt, dass dieses Gerät vollkommen problemlos einhändig zu fahren ist und auch warum und wie. Seither prangt in meinem Führerschein die Fahrgestellnummer meines Traktors. Diesen darf ich fahren. Weil ichs kann. Völlig unkompliziert.

      Der nötige Behinderten-Umbau am Auto ist ein Eigenbau mit stinknormalen Unterputz-Lichtschaltern und Industrie-Rollenendschaltern zur Fußbetätigung von Blinker, Warnblinker, Fern- und Abblendlichtumschaltung und Wischwasser. Wurde damals ohne Beanstandung für die Eintragung abgenommen.
      Nix wird so heiß gegessen wies gekocht wird.

      Noch sind wir in Deutschland zumindest in manchen Punkten relativ frei. Das sollten wir uns nicht auch noch durch gegenseitige übervorsichtige Hinweise kaputt machen. Im Gegenteil, wir sollten und gegenseitig zeigen, was alles wie geht. Wenn jemand hier technische Einwände hat, immer her damit. Ich lasse mich gerne belehren.

      Grüßle Jo
    • Wenn der Prüfer Ahnung von dem hat was er tut würde er, wenn es ihm überhaupt auffällt, Jo für die einwandfreie Verarbeitung loben.

      Evt. reicht bei manchen Leuten der geistige Horizont nicht so weit um sich eine eigene Meinung zu bilden und die des Anderen zu akzeptieten...

      Die Reparatur steht bei mir auch an. Ich hätte es genauso gemacht und werde auch so tun.
      Danke für den Empfehlung der Ankerbleche und die Lage der Trennstelle!
      Weiter so!
      Dafür ist das Forum da, Hilfe zur Selbsthilfe, Teilen von Kniffen und Tricks.

      Ich weis auch nicht was ihr für Prüfer habt, da wo ich hinfahre ist wichtig dass das Fahrzeug verkehrssicher ist. Und dafür sind die netten Herren auch da.


      Gruß Martin
    • Hallo Martin,

      ich seh das alles nicht so eng. Wenn der TÜV die Bleche anders haben will, kriegt er sie anders. Aber ich sehe keinen Grund zu dieser Sorge.

      Montag vor einer Woche habe ich wieder etwas geschraubt:
      Das Radlager hinten links war seit ca. 1500km zu hören und weils bald mit Wohnwagen auf Tour geht und ich jetzt generell öfter mit Hänger unterwegs bin, habe ich da ein neues von SKF verbaut. Zerlegen bis man drankommt, rauspupsen, Lagerring von der Nabe flexen, reinpupsen, fertig. Im gleichen Zuge habe ich die Bremsen hinten komplett neu gemacht, d.h. Handbremsbeläge, Bremsbeläge und Scheiben.
      Der Lenkzwischenhebel von Lemförder war mittlerweile auch wieder fällig. Außer mit diesem Teil war ich bisher mit allen Ersatzteilen von Lemförder höchst zufrieden. Das ist jetzt der zweite von Lemförder, der wieder rausfliegt, weil er Spiel hat. Einer von Vaico war auch schon nach unter 10tkm durch. Jetzt habe ich einen von Meyle verbaut. Bisher opti, schaumer mal. Auffällig ist: Lemförder liefert dieses Teil nicht mehr (LEMFÖRDER 11088 01)
      Sollte der von Meyle jetzt mal nicht >50tkm halten, muss ich wohl mal an die Drehbank stehen.
      Außerdem hab ich noch beide Motorlager gewechselt. Musste dazu nicht einmal mein fettes Unterfahrschutz-Stahlblech demontieren. Der 190er ist wirklich super wartungsfreundlich (schraube ja parrallel am /8 und der ist ne Zumutung im Vergleich...)

      Insgesamt lief alles glatt und das Auto fährt bestens.

      Der Ölverlust ist noch immer da und den werde ich vor dem Winter bzw. TÜV noch angehen, auch wenn der Wagen noch nicht tropft und nicht messbar Öl verliert. Ich vermute wieder den Kurbelwellensimmerring und habe deshalb schon eine SKF Speedi-Sleeve bestellt. Beim letzten Mal war mir ja die nagelneue Nabe eingelaufen, obwohl der Simmerring noch nicht verschlissen war (schmale aber tiefe Einlaufrille in der Nabe). Wenn man mich frägt, ist die Nabe (aus dem Zubehör) nicht gescheit gehärtet. Vielleicht hält das mit der Reparaturhülse von SKF länger. An den Antriebswellen vom /8 habe ich die Dinger letzten Samstag verbaut und fand sie überzeugend. Ich werde jedenfalls berichten, wenns so weit ist und mal die gute alte Feilprobe an der Nabe machen...

      Grüßle Jo
    • Abend zusammen,

      vor ein paar Wochen hab ich nebenbei angefangen, ringsrum wieder etwas Rostsanierung zu betreiben. Es fängt hald hier und da an: alte bekannte Stellen wie die Bereiche um die Hebebühnenaufnahmen und Ablaufstopfen waren trotz Fett und Öl etwas mehr am Rosten, teils aber auch von innen. Dafür, dass ich dort seit 2008 (!!!) nichts außer gelegentliches Ölen und Fetten gemacht hatte, war der Fortschritt der Fäulnis absolut im Rahmen, zumal gerade diese Stellen blöd für Öl + Fett sind, weil ich im Winter doch oft auf Schnee aufsitze und viel Spritzwasser drankommt.
      Musste nur vorne links was raustrennen und 3 kleine Bleche einsetzen.

      Habe dann mit Rostegal mehrfach grundiert und später mit weißem 1K-Kunstharzlack mehrmals überstrichen. Dann einige der Ablaufstopfen erneuert und mit Seilfett eingesetzt. Ich glaube der eine Stopfen muss noch geändert werden, da gehört ein anderer rein.


      Die nächste Baustelle waren alle 4 Stoßdämpfer. Der vorn links war am Auslaufen, das war dann der Grund. Als ich den Dämpfer oben löste, sackte die Kolbenstange schon nach unten ab. Definitiv tot. Umso verwunderlicher, dass sich das Fahrverhalten durch die neuen Dämpfer im Grunde nicht extrem verändert hat. Habe die Sachs vom W124 bzw. für Sportline verbaut, also etwas härter. Passt zu den strammeren Federn.
      Im Zuge dieser Aktion bemerkte ich, dass die vorderen Federn beide gebrochen waren. Eine sogar unten und oben, die Stücke waren aber noch an Ort und Stelle. Hatte noch Federn da, die recht schnell verbaut waren.

      Dabei habe ich die Feder- und Dämpferdome natürlich entrostet und festgestellt, dass die alten Roststellen unter dem 2008 aufgebrachten Fett/Öl/Wachs praktisch unverändert sind. Cool, das. Dort ist eben kein extremer Spritzwasserbereich und somit hält das Fett lange. Leider verteilt sich das Mike Sanders Fett durch Wärme immer etwas, nimmt neuen Schmutz auf und so wird die Schicht immer dünner (bzw. die Schmutzschicht dicker). Beim Seilfett (Liqui Moly aus der Sprühdose) habe ich diesen Effekt nicht so beobachtet. Scheint mir für den Unterboden weitaus geeigneter als Mike Sanders.

      Dann habe ich noch beschlossen, die Querlenkergummis zu erneuern. Eigentlich noch alle recht stramm. Aber beim Prüfen mit dem Montiereisen waren sie doch unterschiedlich stramm. Also raus damit. ALLE der 4 Exzenter-Schrauben gingen problemlos raus und ließen sich rausziehen. Hätte ich nicht gedacht. Also waren die Lenker auch schnell im Schraubstock eingespannt.
      Wenn man den Bund ringsherum (wie im ersten Bild links zu sehen - hier aber erst 1 Schlag an einer Stelle) mit einem Hammer nach außen schlägt, löst sich der Metallring schon weitgehend. Dann mit einer langen Metallstange rein, kräftig hebeln und die Lager kommen raus. Wenn man das mit einem Dorn o.ä. rausschlagen will, hat man das Problem, dass der Kern der Lager noch innen ist, obwohl sich der Metallring längst gelöst hat, die Schläge werden dann abgefedert. Mit der Stange alles ein Kinderspiel.



      Einpressen war auch easy im dicken Schraubstock. Dabei die Einbauposition beachten! Die kann je nach Ausführung der Lager anders sein.
      Die Traggelenke sind jetzt seit 2011 und ca. 115tkm drin und noch spielfrei, damals hatte ich die mit dem Hammer getauscht. Habe beide bei ausgebauten Querlenkern extra ausgiebig geprüft und beschlossen, die drin zu lassen. Eigentlich wärs ein Klacks, die schnell zu tauschen aber ich will wissen, wie lange die Lemförder-Gelenke halten werden. Und getauscht sind die auch später noch schnell...

      Das Differenzial sifft auch ordentlich, tropft aber noch nicht - zumindest nicht im Stand - und Öl hat auch fast nix gefehlt. Habe erstmal Dichtmittel reingekippt, vielleicht hilft das gegen den undichten vorderen Simmerring... Werde berichten.


      Jetzt warte ich noch auf die Lager für den Federlenker an der Hinterachse. Habe dort 2011 welche von Febi verbaut, die erscheinen mir etwas weich. Jetzt sollen welche vom W124 bzw. die für den W201 16V rein. Drin waren und sind die nackten Gummilager mit Metallkern. Jetzt sollen Gummilager mit Metallkern und Metallhülle rein (LEMFÖRDER 11021 01)
      Ich hoffe, das passt.
      Wenn die Teile da sind, kommen vorne noch die 4 Stabigummis neu.
      Kommenden Montag lasse ich dann das Fahrwerk vermessen / einstellen.

      Gestern habe ich mit Motorreiniger den Motor gesäubert. Der Keilrippenriemen verteilt seit Längerem etwas Öl im Motorraum und das stört mich. Mein Blech-Unterfahrschutz (Eigenbau) war allerdings nur gut versifft, getropft hat noch nichts. Bevor ich den stirnseitigen Simmerring schon wieder tausche, wird die Leckstelle lokalisiert. Es ließ sich ungesäubert beim besten Willen nicht feststellen, wo das Öl austritt.

      Als Wartungsmaßnahme kriegt das Automatikgetriebe noch frisches Öl + Filter, Motoröl kommt auch neu, bevor ich den Unterfahrschutz wieder montiere (sauschwer das Ding).
      Dann wird noch das Kühlsystem gereinigt und mit Glysantin neu befüllt. Der Winter kann dann kommen, denke ich.

      Grüßle Jo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gullideggl ()

    • Hallo Kalle,

      dann hoffe ich mal, dass das Zeug bei mir auch Wirkung hat. Hätte notfalls Zugang zu nem Reibwertmessgerät und könnte die Chose neu dichten aber Lust hab ich keine dazu...
      Die Sachs-Dämpfer sind die vom Sportline bzw. die Standarddämpfer für die W124er Limo:
      vorne: SACHS 115 070
      hinten: SACHS 316 944

      Habe mittlerweile die beiden Federlenker-Buchsen gegen die härteren getauscht. Die alten von Febi waren nach dem Ausbau deutlich verformt und eben recht weich. Hat definitiv noch einmal eine deutliche Verbesserung gebracht, würde fast sagen von allen Maßnahmen am meisten!

      Das Gute ist, dass ich alles in Schritten erneuert hatte und zwischendurch jedesmal gefahren bin:
      - erst die Stoßdämpfer + Domlager ringsrum
      - dann die Querlenkerbuchsen der Vorderachse
      - zuletzt die beiden Federlenker-Buchsen hinten

      Jedes Mal war ein besseres Fahrverhalten spürbar, wobei die Dämpfer am wenigsten und die Federlenkerbuchsen und Querlenkerbuchsen am meisten gebracht haben. Keines der Gummilager war so richtig hinüber, dass es Spiel hatte. Der TÜV hätte da nix gesagt (sahen schon seit jeher so verranzt aus). In Summe fährt das jetzt schon richtig anständig. Montag wird das Fahrwerk vermessen.

      Gerade hab ich nochmal am Waschplatz den Motor weiter gereinigt. Die 30km-Fahrt gestern hat noch keine Leckstelle sichtbar gemacht, trotz häufiger Nenndrehzahl :D
      Jetzt wird der Wagen nochmal auf die Bühne gestellt, Rost an der Hinterachse angegangen und mit Seilfett getüncht. Dann ists erstmal gut.

      Grüßle Jo
    • So, an diesem verregneten Sonntag bot es sich an, den Motor abzudichten. Also Auto auf die Bühne und los geht's. Leider ging ein Innensechskant einer Schraube der Riemenscheibe auf der Kurbelwelle kaputt. Also musste der Dremel her und im Fundus gabs auch ne neue passende gebrauchte Schraube. Also halb so wild.

      Nach ca. 300km Fahrt war wieder Ölverlust sichtbar, nach Demontage einiger Teile bot sich dieses Bild:

      Am KW-Simmerring scheint das nicht zu liegen, auch wenn da hinter der Nabe auch Öl ist. Der Übeltäter sitzt ölversifft hinter der Spannrolle.

      Habe dann schnell in der WIS gestöbert und herausgefunden, dass der Gewindebolzen des Spannhebels eingeklebt wird. Kann mich nicht erinnern, das damals beim Tausch des Spannrollenlagers gemacht zu haben. Komischerweise war es ja auch lange dicht, auch nach dem Tausch des letzten KW-Simmerrings. Offenbar wars lange kein Problem. Warm auch immer.

      Trotzdem habe ich den KW-Simmerring erneut getauscht, schließlich hatte ich alle Teile da und geplant wars sowieso. Die Zentralschraube ist mit dem Schlagschrauber schnell weg. Bei mir reicht es, den Kühler hochzudrücken und mit einem von unten druntergekeilten Holzstück oben zu halten, dann kommt man mit dem Schrauber gut hin, obwohl das keiner dieser kompakten ist. Die Nabe lässt sich gut mit gewöhnlichen Schrauben, die man durch die 6 Gewinde in der Nabe schraubt, abziehen. Nur sollte man es hier nicht übertreiben: das Motorgehäuse, auf das die Schrauben dann drücken, ist aus Alu. Falls die Nabe fester sitzt, hier irgendein Blech zwischenlegen.

      Die SKF Speedi-Sleeve in der Version 99830: Reparaturhülse und Eindrückhilfe

      Damit drückt man das recht fix drauf. Vorher etwas Hylomar an die Auflagefläche und im Schraubstock vorsichtig aufpressen. Wie auf dem Bild zu sehen hatte ich den Bund der Hülse schon vor der Montage etwas eingeflext bis zur Sollbruchstelle.

      Dann lässt sich der Bund nach der Montage relativ einfach abschälen. Die Sollbruchstelle ist fast noch zu stark, die Hülse verbiegt sich im äußersten Randbereich beim Abziehen des Bundes etwas. In meinem Fall egal, weil der Simmerring nicht so weit hinten läuft. Optimal ist das trotzdem nicht, kostet ja teuer Geld das Teil. Aber günstiger als eine neue Nabe allemal.

      Und übrig bleibt nur die neue Lauffläche:

      Noch schnell den alten Simmerring entfernt. Dazu ein 3mm-Loch gebohrt, eine 5er Spax reingedreht und mit Hilfe einer kleinen Wasserpumpenzange und Holzunterlage rausgehebelt. Eine Sache von 3 Minuten und man läuft nicht Gefahr, das Gehäuse zu zerkratzen oder die Finger aufzureißen, weil das dank kraftschonender Hebelei recht kontrolliert geht. Man zieht mit der Zange ja nur an der Schraube und fuhrwerkt nicht mehr am Sitz des Dichtrings herum.

      Dann den neuen Simmerring bündig bis zur Kante eingepresst. Hatte mir dafür ein passendes Druckstück gebaut, man kann den Wellendichtring dann mit der Zentralschraube als Antrieb sauber einziehen. Geht auch ohne aber so ist das schöner.

      Und drin:


      Dann noch den Spannhebel ausgebaut, alles einigermaßen gesäubert, Gewinde im Motorgehäuse und Bolzen entfettet, mit Loctite mittelfest wieder eingebaut.
      Als Tipp für den Ausbau des Riemenrades: Eine Schraubzwinge hilft hier extrem. Sicher geht auch eine dicke Gripzange oder eine andere Zwinge. Aber das Problem ist ja jedes Mal, dass sich die Riemenscheibe beim Öffnen der 4 Torx-Schrauben mitdreht. Mit angelegter Zwinge passiert das nicht mehr.

      Alles wieder zusammengebaut, kurzer Motorlauf, für dicht befunden und morgen geht's zur Fahrwerksvermessung.

      Grüßle Jo
      Bilder
      • DSCN4496.jpg

        156,76 kB, 800×600, 7 mal angesehen