Basteldiesel - Radlager HL, 2 Motorlager, Lenkzwischenhebel und Bremszeug hinten erneuert

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    • klingt gut! Weiterhin gute Fahrt mit deinem Diesel. Freu mich auf eitere Reiseberichte.

      Danke, Bianca! Ne größere Reise steht gerade nicht an, dazu bin ich zu sehr eingespannt. Es könnte in den nächsten Jahren wieder ruhiger werden, dann geht's wieder irgendwohin los. Kroatien war ja nur die Fahrt, wir sind völlig verweichlicht Mautstrecke gefahren und hatten dort ein kleines Apartment gemietet. War für 1 Woche das Einfachste.

      Hast du da vielleicht einen Tipp?

      Sicher, das ist nämlich kinderleicht. Zu Zeiten als ich noch keine Bühne hatte, war das garkein Problem, sowas kann man mit einfachsten Mitteln machen. Ich empfehle schräg abgesägte Balkenstücke als Auffahrrampen, so 15x20 oder 20x25cm (die breite Seite als Bodenauflage). Dann die Unterbodenabdeckung und das kleine Schirmblech demontieren (hat zumindest der Diesel), Mutter lösen, Schraube raus, Umlenkhebel zur Seite drücken, dann von unten mit einer kürzeren Stahlstange (ca. 10-15mm Durchmesser) und von oben vom Motorraum aus (geht beim Diesel problemlos) mit ner längeren Stange die beiden Teile der Lagerung rausschlagen, von unten kann man auch per Wagenheber + Stange rausdrücke. Einbau ist noch einfacher, die Schraube kann man notfalls als Einzieher verwenden und evtl. erst eins, dann das andre Lager einpressen.

      Gratuliere :)

      Danke! :yo

      viele Grüße!
      Jo
    • Ahoj,

      Gullideggl schrieb:

      Sicher, das ist nämlich kinderleicht. Zu Zeiten als ich noch keine Bühne hatte, war das garkein Problem, sowas kann man mit einfachsten Mitteln machen. Ich empfehle schräg abgesägte Balkenstücke als Auffahrrampen, so 15x20 oder 20x25cm (die breite Seite als Bodenauflage). Dann die Unterbodenabdeckung und das kleine Schirmblech demontieren (hat zumindest der Diesel), Mutter lösen, Schraube raus, Umlenkhebel zur Seite drücken, dann von unten mit einer kürzeren Stahlstange (ca. 10-15mm Durchmesser) und von oben vom Motorraum aus (geht beim Diesel problemlos) mit ner längeren Stange die beiden Teile der Lagerung rausschlagen, von unten kann man auch per Wagenheber + Stange rausdrücke. Einbau ist noch einfacher, die Schraube kann man notfalls als Einzieher verwenden und evtl. erst eins, dann das andre Lager einpressen.
      danke für den Tip mit der Eisenstange, hätte ich auch von selbst drauf kommen können. :whistling: Ich stelle den Wagen für gewöhnlich auf zwei alte Felgen mit Reifen oder auf ein sebstgebautes Brett mit Blöcken drunter. Ob ich allerdings die lange Schraube oben rausziehen kann wird sich noch zeigen. Von oben komme ich beim Benziner nicht dran ohne den Krümer abzuschrauben (wenn ich mich richtig erinnere ... ich schaue mal am Wochenende).

      Sonst habe ich mir mal den ganzen Stoff durchgelesen und bin begeistert! Genauso muss man ein Auto aufbauen, Design follows function :D , und die Reisen sind natürlich super :yo !
      Meiner wird auch nur eine Bastelkiste für diverse Reisen, bin mir aber noch nicht sicher, wie gut er zum drin schlafen taugt - Rückbank raus und bis in den Kofferaum strecken geht ja nicht wegen dem Tank. Naja, ich werde wohl eher ein Zelt und/oder ein Tarp nehmen.

      Beste Grüße

      Tj.
    • Hallo zusammen,

      der Basteldiesel fährt wunderbar, hat jetzt 403tkm auf der Uhr und da kann man schon mal ne Anhängerkupplung montieren. Hab ich letzte Woche mit Simon eingebaut, Elektrik machen wir die Tage mal.

      Dieses Jahr hab ich insgesamt mehr am /8 geschraubt (beide hinteren Radlager, Antriebswellenmanschetten, fürn TÜV das linke Traggelenk vorne, Zündschloss ist verreckt, Servoleitung, usw.), am Basteldiesel gibt's derzeit nur nen Ölverlust, ich vermute aber da ist nur der Ölpeilstab undicht (O-Ring), jedenfalls wird das Öl vom Riemen verteilt und oben ist deutlich mehr als unten. Dürfte also obenrum undicht sein. Ansonsten war noch der Lenkzwischenhebel wieder am Wackeln (d, hab den dann unvernünftig stark angeknallt, jetzt ists wieder gut. Keine Ahnung was da ist, hab keine Lust, alle 15tkm nen neuen zu verbauen. Ein kleines Rostloch am Radlauf wird demnächst auch noch zugebraten. Den Wassereinbruch im Kofferraum sollte ich vor dem Winter auch noch beseitigen...
      Nen Satz frische Winterreifen gibt's dieses Jahr auch mal.

      Dank montierter AHK kann an jetzt mein /8 im Winter definitiv stehen bleiben, auch wenn ich nen Hänger ziehen muss. Opti.

      viele Grüße!
      Jo
    • Hallo zusammen,

      weil von hinten ab und an leichte Schleif - und Quietschgeräusche kamen, musste ich letztens ran und die Ankerbleche erneuern. Die haben beim W201 leider auch die Funktion, als Auflage für die Bremsbeläge der Feststellbremse zu fungieren. Und die Anlagepunkte waren fast alle an- oder weggefault... Bei 410tkm ist das drin.



      Hatte das längst auf dem Schirm aber weil ich die Radlager nicht auch noch erneuern wollte (Nabe muss ja eigentlich raus und somit werden die Radlager zerstört) und es mit der Überstülpmethode auch nach viel Arbeit und etwas halbherziger Reparatur aussah, hatte ich das aufgeschoben. Dann kamen die Geräusche öfter.

      Also kurz recherchiert, dann saugünstige passende verzinkte (!) Bleche gefunden, diese und gleich den Rest für die Bremse hinten prophylaktisch mitbestellt (habe das alte Zeug aber wieder verbaut)
      Die Bleche: (je ca. 20-25€)
      hinten links: 3024373 VAN WEZEL
      und
      hinten rechts: 3024374 VAN WEZEL

      Ich war erstaunt, wie gut die Dinger verarbeitet sind und sie bestehen nicht nur aus dünnstem Trompetenblech. Definitiv ihr Geld wert. Wie gut sie ohne Auseinanderflexen passen, kann ich leider nicht sagen. Der Innendurchmesser scheint etwas knapp aber egal.

      Also alles zerlegt und die alten Bleche rausgeflext und gerissen:




      Dann das neue Blech so angezeichnet, dass der Schnitt nicht durch eine funktionsrelevante Stelle verläuft. Es gibt da die Auflagepunkte für die Bremsbacken, die Befestigungsschraublöcher und die Langlöcher für die Haltefedern.





      Die alten Schrauben gingen zum Glück gut raus, die habe ich dann durch neue ersetzt und die Bleche erstmal so montiert und exakt ausgerichtet, damit der Spalt, der vom Flexen entsteht, überall gleich groß war.






      Dann die ersten verbindenden Punkte gesetzt. Die Zinkschicht habe ich im zu schweißenden Bereich natürlich entfernt, die stört sonst massiv und man schafft es nur schwer, vernünftig zu schweißen.
      Mit einem gescheiten MIG/MAG-Schweißgerät ist das dann nur etwas Übungssache und die Bleche sind verbunden. Habe Punkt an Punkt durchgeschweißt und die Naht wo nötig hinterher geglättet.






      Dann noch die blanken Stellen zweimal dick und fett mit billigem Metallschutzlack eingepinselt und die Sache war erledigt.




      Leider ging mir beim Zusammenbau ein Gewinde im Radträger kaputt (Bremssattel), das habe ich dann durch ein größeres ersetzt und den Sattel entsprechend angepasst. War ein ziemlicher Scheißjob aber hat letztlich auch bestens geklappt.

      Dann blieb noch der Kilometerzähler stehen bzw. die gesamte Zahlenreihe hing schief im KI, also dieses ausgebaut, zerlegt und sowohl das Metall- als auch das Kunststoffzahnrad auf der Welle so fixiert, dass es wohl für immer halten wird.

      Dieses Jahr kriegt er dann wieder frisch TÜV und fährt hoffentlich noch viele Jahre. Momentan sehe ich keinen Grund, das Auto durch ein anderes zu ersetzen.

      Grüßle Jo
    • Hallo Mallnoch,

      wie kommst du denn auf das schmale Brett?
      Wenn man an der Bremse Änderungen vornimmt, muss man die ggf. abnehmen lassen. Eine Änderung wurde nicht vorgenommen, die Bremse wurde mit passenden Teilen repariert.

      Musste mir letztens Ähnliches anhören, als ich an meinem Traktor modernere Reifen anderer Bauart und Abmessung (Radialreifen statt Diagonalreifen mit größerem Abrollumfang und mehr Breite) eintragen lassen wollte. Vom Überwachungs-Spektakel war zu hören:
      - darf nicht einen Millimeter über die Kotflügel herausragen
      - Abrollumfangt darf nicht größer werden
      - muss am besten schonmal irgendwo eingetragen worden sein beim gleichen Traktortyp
      - oder wenn, dann Drehzahlanpassung über Abregeldrehzahl. Darf nicht schneller laufen.
      - es gibt für diesen Alten Traktor kein Gutachten, dass der schneller laufen darf und z.B. die Bremse das mitmacht, daher Einzelabnahme unmöglich
      bla bla bla
      und so weiter

      Als ich dann einfach einen motivierten TÜV-Prüfer beim TÜV Süd angerufen hatte, stellte sich das alles als schlicht nicht zutreffend heraus: "Des isch doch egal, was Sie do für Royfa nuffmached solang die rond sen und auf die Felga nuffbassad un in die Radhayser neigehn isch des bei dem alda Schlepper en Ordnung".

      Ebenso hat mein Bruder letztens sein auf Moped umgebautes Mofa umschlüsseln lassen, das darf jetzt 40 laufen (ich glaube Kreidler MF2 zu MP2). Ohne Geschieß, war völlig unkompliziert.

      Vor ca. 14 Jahren habe ich den Führerschein neu gemacht, weil mein linker Arm seither gelähmt ist. Ich muss beim Fahren alles Wichtige mit einer Hand bedienen können. Daher stand es in Zweifeln, ob ich den kleinen Traktorführerschein auch bekommen sollte. Das wollte der Prüfer so nicht. Das sah ich auch ein, weils da teils auch recht dicke Traktoren gibt und ich meinte: "Bei meinem Traktor habe ich einen Lenkradknauf montiert und ääähhhhm sonst nix aber der ist problemlos zu fahren, weil der läuft nur 18,94km/h." Ich habe dem TÜV-Prüfer damals dann einfach gezeigt, dass dieses Gerät vollkommen problemlos einhändig zu fahren ist und auch warum und wie. Seither prangt in meinem Führerschein die Fahrgestellnummer meines Traktors. Diesen darf ich fahren. Weil ichs kann. Völlig unkompliziert.

      Der nötige Behinderten-Umbau am Auto ist ein Eigenbau mit stinknormalen Unterputz-Lichtschaltern und Industrie-Rollenendschaltern zur Fußbetätigung von Blinker, Warnblinker, Fern- und Abblendlichtumschaltung und Wischwasser. Wurde damals ohne Beanstandung für die Eintragung abgenommen.
      Nix wird so heiß gegessen wies gekocht wird.

      Noch sind wir in Deutschland zumindest in manchen Punkten relativ frei. Das sollten wir uns nicht auch noch durch gegenseitige übervorsichtige Hinweise kaputt machen. Im Gegenteil, wir sollten und gegenseitig zeigen, was alles wie geht. Wenn jemand hier technische Einwände hat, immer her damit. Ich lasse mich gerne belehren.

      Grüßle Jo
    • Basteldiesel - Ankerbleche hinten erneuert

      Das gleiche wurde in Motor talk schon mal besprochen.
      Manche sagen es geht andere sagen es geht nicht.
      Ich schließe mich der Meinung an es geht nicht.
      Zeig das mal den TÜV und lasse dir das abnicken.
      Projekte für 2018
      1. M103 Motor in T einbauen, bis Ende Juni soll er laufen
      2. Teile von Spender Auto mein Coupe HU fertig machen.
    • Wenn der Prüfer Ahnung von dem hat was er tut würde er, wenn es ihm überhaupt auffällt, Jo für die einwandfreie Verarbeitung loben.

      Evt. reicht bei manchen Leuten der geistige Horizont nicht so weit um sich eine eigene Meinung zu bilden und die des Anderen zu akzeptieten...

      Die Reparatur steht bei mir auch an. Ich hätte es genauso gemacht und werde auch so tun.
      Danke für den Empfehlung der Ankerbleche und die Lage der Trennstelle!
      Weiter so!
      Dafür ist das Forum da, Hilfe zur Selbsthilfe, Teilen von Kniffen und Tricks.

      Ich weis auch nicht was ihr für Prüfer habt, da wo ich hinfahre ist wichtig dass das Fahrzeug verkehrssicher ist. Und dafür sind die netten Herren auch da.


      Gruß Martin
    • Hallo Martin,

      ich seh das alles nicht so eng. Wenn der TÜV die Bleche anders haben will, kriegt er sie anders. Aber ich sehe keinen Grund zu dieser Sorge.

      Montag vor einer Woche habe ich wieder etwas geschraubt:
      Das Radlager hinten links war seit ca. 1500km zu hören und weils bald mit Wohnwagen auf Tour geht und ich jetzt generell öfter mit Hänger unterwegs bin, habe ich da ein neues von SKF verbaut. Zerlegen bis man drankommt, rauspupsen, Lagerring von der Nabe flexen, reinpupsen, fertig. Im gleichen Zuge habe ich die Bremsen hinten komplett neu gemacht, d.h. Handbremsbeläge, Bremsbeläge und Scheiben.
      Der Lenkzwischenhebel von Lemförder war mittlerweile auch wieder fällig. Außer mit diesem Teil war ich bisher mit allen Ersatzteilen von Lemförder höchst zufrieden. Das ist jetzt der zweite von Lemförder, der wieder rausfliegt, weil er Spiel hat. Einer von Vaico war auch schon nach unter 10tkm durch. Jetzt habe ich einen von Meyle verbaut. Bisher opti, schaumer mal. Auffällig ist: Lemförder liefert dieses Teil nicht mehr (LEMFÖRDER 11088 01)
      Sollte der von Meyle jetzt mal nicht >50tkm halten, muss ich wohl mal an die Drehbank stehen.
      Außerdem hab ich noch beide Motorlager gewechselt. Musste dazu nicht einmal mein fettes Unterfahrschutz-Stahlblech demontieren. Der 190er ist wirklich super wartungsfreundlich (schraube ja parrallel am /8 und der ist ne Zumutung im Vergleich...)

      Insgesamt lief alles glatt und das Auto fährt bestens.

      Der Ölverlust ist noch immer da und den werde ich vor dem Winter bzw. TÜV noch angehen, auch wenn der Wagen noch nicht tropft und nicht messbar Öl verliert. Ich vermute wieder den Kurbelwellensimmerring und habe deshalb schon eine SKF Speedi-Sleeve bestellt. Beim letzten Mal war mir ja die nagelneue Nabe eingelaufen, obwohl der Simmerring noch nicht verschlissen war (schmale aber tiefe Einlaufrille in der Nabe). Wenn man mich frägt, ist die Nabe (aus dem Zubehör) nicht gescheit gehärtet. Vielleicht hält das mit der Reparaturhülse von SKF länger. An den Antriebswellen vom /8 habe ich die Dinger letzten Samstag verbaut und fand sie überzeugend. Ich werde jedenfalls berichten, wenns so weit ist und mal die gute alte Feilprobe an der Nabe machen...

      Grüßle Jo