Zylinderkopfdichtung "die zweite Runde"

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    • Willi wrote:

      Oder man spart sich solch Unfug, dann hat man auch ein Problem weniger.
      Die Kopffläche aufschweissen ist der größte Murks den ich je gehört habe, den Mechaniker würde ich vom Hof schicken.
      Unkonventionell ist das gewiß, aber je nach Stelle des Lochfraßes dürfte das "Füllen" mit Alu (wenn auch nur als Notlösung) möglich sein. :D
      Hier wohl eher unnötig, da pflichte ich bei.

      Bei meinem alten 1.8er Motor hatte ich noch größerflächigen Fraß, da das Genie von Vorbesitzer über Jahre hinweg keinen Frostschutz im Kühlmittel benutzt hat - und das bei 180.000km mit der ersten Kopfdichtung!
      Der Fraß um die Kühlkanalkanten war durch das Abnehmen weniger Zehntel behoben; auf Flächen abseits der Kanten lag er etwas tiefer und war nach dem Planen noch vorhanden.
      Ich hab drauf geschissen und das Ding mit dem Fraßrest zusammengebaut, weil der Fraß nicht an einer Dichtkante lag (z.B. Kühl-/Ölkanal), sondern isoliert mitten auf ner Alufläche. Somit hab ich wohl ein paar Microliter Luft über der ZKD eingeschlossen. Dicht war's dennoch.
      Empfehlen tät ich's freilich nicht, hab's nur gemacht weil der Motor ohnehin früher oder später getauscht werden sollte. Klappen tut's.
      »Das Neue daran ist nicht gut, und das Gute daran ist nicht neu.«
      Johann Heinrich Voß (1751-1826) über die Werke Lessings ... und gewiß auch über die Autos des 21. Jahrhunderts
    • Hallo,
      Also wir werden ja sehen, wie gute es sich planen lässt.
      Ich würde immer erst versuchen das vorhandene zu reparieren, anstatt was anderes zu kaufen. Behalte ich dennoch im Hinterkopf

      Ich besorge mir vorsichtshalber das Plättchen für 2Grad, damit ich nicht plötzlich mit der Arbeit aufhören muss, weil das Teil fehlt.

      Ist es noch lieferbar?
      A 621 991 04 67
    • Hi,
      jetzt macht mal keine Wellen, das ist doch noch Alles ganz gut.
      Der Lochfraß geht mit Planen weg und die Ölkohle in den Zylindern würde ich lassen.
      - da stört sie nicht, Ventile ganz klar neu einschleifen.
      Was die Steuerzeiten angeht ist die Sache doch ganz einfach.
      Entweder längt sich die Kette oder der Kopf wird mal geplant.
      In beiden Fällen werden die Ventile "zu spät" geöffnet.
      Messen tut man diese Längung mit der Uhr am 1.Zyl. Öffnung des Ventils bei 2mm (war'n es glaub?) Ventilhub, so wirds im WIS angegeben.
      Dann sieht man um wieviel Grad der Krempel versetzt ist und wieviel man zum Ausgleichen braucht.
      Alles halb so wild.
      Gruß
      R
    • Hi Raggna,

      Das WIS bezeiht sich immer auf die Beibehaltung Aller Werte incl. Tolleranzen.
      dass da noch sehr viel geht, wenn man es ausreizen möchte, ist klar und dass die Ventile an die Kolben stoßen, meinte ich gar nicht.
      Hier geht's ja um eine simple Instandsetzung, Schaftdichtungen wurden ja bereits gemacht. Wenn man da mehr runterfräsen möchte, muss man die Ventile ausbauen und bei noch mehr Abtrag irgendwann die Sitze nachbearbeiten. Ein Motorenbauer wird nen nicht verzogenen Kopf einfach fliegend aufspannen, die Ventile drinlassen und los geht's (wenns vom Platz her geht). Alles Andere ist oft unnötiger Aufwand, erfordert Mehrarbeit. Und da wird's für den Hobbyschrauber kompliziert und er darf diese Leistung teuer einkaufen.
      Ist ja alles nicht gewollt hier. Soll nur plan sein, damits dicht wird. Und vielleicht möchte in 10 Jahren jemand noch einmal planen.

      Ich sag mal:
      Geh her, messe die Höhe des Kopfes und entscheide dann. Womöglich wurde schon einmal geplant und das Ding ist für die Tonne (glaube ich nicht) und wenn da alles passt, geht's los. Einfach zu messen:
      (Soll-) Gesamthöhe des Zylinderkopfes: 98,4-98,5mm (kann man mit ner Schieblehre messen)
      Mindesthöhe nach Bearbeitung: 97,8mm

      Und wie Raggna schon meinte, ist auch darunter nicht gleich Ende.

      Den Steuerzeitenversatz kann man zumindest beim Diesel an der Gradscheibe auf der Kurbelwellenriemenscheibe ablesen, wenn die Nockenwelle auf OT steht (Markierungen fluchten).

      Grüßle Jo
    • Hallo,
      Die Teile sind jetzt beim Instandsetzungsbetrieb.
      Die waren eher weniger begeistert vom Zustand. Das der lochfraß zu beseitigen ist, konnte man mir nicht genau sagen. - > versuchen
      Zuerst drücken die den Kopf ab. Wenn das bestanden ist wird der Kopf und die Ventile gereinigt. Der Kopf wird geplant, Ventile neu eingeschliffen und neue VSD kommen auch dazu.
      Augen habe ich gemacht, als ich erfahren habe wie teuer das Planen des krümmers ist. Kostet ca 100 Euro.
      Insgesamt wird es ziemlich teuer. Jedenfalls habe ich mit deutlich weniger gerechnet. Aber gute Arbeit soll auch bezahlt werden

      Ich bin etwas irritiert darüber, dass ich die Verkokungen nicht beseitigen muss. Ist das nicht schlecht für die Wärmeableitung?

      Gruß Ben
    • 190E 2.5-17 wrote:

      Mir hat mal jemand (mit Ahnung) erzählt, der Ölverbrauch könnte nach Reinigung der Kolben erheblich steigen.

      Ob da was Wahres dran ist, weiß ich auch nicht. ?(
      Die Menge an in den Brennraum eintretendem Öl soll von der Sauberkeit der Kolbenoberfläche abhängig sein?
      Erscheint mir höchst unsinnig.
      »Das Neue daran ist nicht gut, und das Gute daran ist nicht neu.«
      Johann Heinrich Voß (1751-1826) über die Werke Lessings ... und gewiß auch über die Autos des 21. Jahrhunderts
    • Augen habe ich gemacht, als ich erfahren habe wie teuer das Planen des krümmers ist. Kostet ca 100 Euro.
      Ja, man sollte meinen, das sei ein Pups. Ich denke hier schlägt die Rüstzeit zu Buche. So ein extrem ungünstig geformtes Teil auf die Fräsmaschine zu spannen, wird recht kompliziert sein und die Spannvorrichtungen sind wenn man sie kauft auch nicht billig. Ich würde hier locker 2-3 Stunden aufbringen, bis ich die passenden Vorrichtung fürs Aufspannen hinimprovisiert hätte... Andere günstiger geformte Krümmer lassen sich innerhalb von 5min spannen.

      Evtl. muss der Krümmer ja nicht geplant werden? Die können das ja auch vorab checken (Haarlineal), dann fiele der Aufwand weg.
      Im W123-Forum geistert ne PDF rum, wie man den Krümmer mit Hausmitteln planen kann...

      Grüßle Jo
    • Prüf erstmal mit einem Haarlineal - anderenfalls planen Untergrund (Tisch/ Werkbank) herrichten mit groben Schleifpapier (bsp festkleben oder tackern) .Dann den Krümmer über das Schleifpapier ziehen. Funktioniert wunderbar.

      Besten Gruß
    • Hallo,
      Also ich muss den krümmer tatsächlich selbst bearbeiten.
      Der Betrieb bekommt ihn wohl nicht eingespannt.

      Der Kopf hat keinen Riss, peferkt.

      Die haben bis jetzt 2,5 Zehntel abgetragen. Der lochfraß ist noch nicht weg, allerdings möchten die den nicht noch weiter planen. Besser Schein es aber zu sein.
      Ich gucke mir das nachher mal an und schicke ein Foto von der Stelle

      Zum krümmer :

      Also besorge ich mir 120 Schleifpapier und eine plane Fläche. Als erstes würde mir da der Boden vom Parkhaus einfallen, wo das Auto immer steht. Der ist zwar glatt aber bestimmt nicht Plan. Zur Not muss ich mich eine Glasplatte oder so kaufen zum planen.
      Was könnte ich noch als Untergrund nehmen?
      Ist ein normaler Schreibtisch Plan? Habe leider auch kein haarlinieal hier
    • kauf dir eine Multiplexplatte, 1cm dick, 20cm breit und 1m lang im Baumarkt im Holzzuschnitt. Dann holst dir Schleifpapier auf Rolle, dieses kannst auf das Holz tackern. Platte mit Schraubzwinge bsp auf Küchenarbeitsplatte oder stabilen Tisch befestigen, thats it.

      Besten Gruß
      Marco
    • Hi,

      such mal die PDF, in Google schmeißen: Krümmer planen M102

      Die meisten Tischflächen sind plan genug, ansonsten wie Marco den Tipp mit der Platte. Es muss ja auch der Tisch zum Sauigeln freigegeben sein, sonst kippt die Stimmung daheim. Ein Boden kommt meist eher nicht infrage. Das Schleifpapier sollte eins für Metall sein und wenns bei euch nen Händler gibt, der Meterware verkauft, umso besser. Dann hast du keine Übergänge und ne ordentliche Fläche. Ich würde nass schleifen, dann setzt das Papier nicht so schnell zu.

      Zum Planen des Kopfs:
      Messt doch einfach schnell die Ist-Höhe des Kopfes. Einfacher geht's nicht. Dann kann man ohne Bauchschmerzen entscheiden, wie viel noch runter darf.
      Wenn die Fraßstellen irgendwo in der Fläche sind, ist das ziemlich egal. Dein Motorenbauer wird das eigentlich beurteilen können. Du kannst das ja noch mit Kaltmetal füllen aber selbst das dürfte unnötig sein. Überall wo Metall an der Dichtung ist und an schmalen Stegen sollte nichts sein. Auch am Rand eines Stegs fände ich nicht optimal. Zwischendrin ein Lunker? Wenn noch genug Fleisch zum nächsten Kanal ist, dann ist das OK.


      Grüßle Jo
    • Hallo,

      Ich habe natürlich das Foto vergessen.
      Das mit dem krümmer bekomme ich hin.

      Zum Kopf noch ein paar Daten.
      Ich konnte nicht messen, habe aber eben angerufen, dass die mal messen sollen. Der Kopf ist allerdings nicht mehr aufgespannt.

      Die wollen einfach nicht mehr planen, weil die mir dann wegen den Ventilen nichts mehr garantieren können.
      Wenn die jetzt wieder planen sollten, dann muss ich wieder den kompletten Preis bezahlen. Und die haben dafür nicht gerade wenig verlangt.
      Morgen werden noch die Ventile bearbeitet.

      Das folgende Bild zeigt, wo noch lochfraß vorhanden ist.
      Im roten Bereich ist der fraß noch vorhanden. Damot Dieser Weg ist, muss noch mächtig viel runter.
      Images
      • Screenshot_20190129-164347.jpg

        560.99 kB, 1,080×1,920, viewed 25 times
    • Hi,

      ist zwar blöd gekaufen, weil du die Maße ja hattest aber ich denke so kommts günstiger. Die Ventile werden wohl nur neu eingeschliffen (minimalster Materialabtrag, das Maß ändert sich dabei nicht wirklich) und die Sitze nicht nachbearbeitet. Das wäre wieder ein Mordsaufwand auf einer extra Maschine.

      Wenn das alles ist, dann würde ich nicht noch einmal planen. Ein gutes temperaturbeständiges Kaltmetall, das Ganze sauber verarbeiten (Fraßstelle noch etwas ausschleifen bis die blank ist und lieber die ganze Menge des 2K-Zeugs anmischen, damit das Verhältnis stimmt), auffüllen und gut. Evtl. noch hauchdünn (!!!) Dirko Dichtmasse beidseitig dran.
      Einfach so lassen würd ichs nicht aber selbst wenn - passieren würde da wohl nichts. So wie ich das sehe, ist das eine Bohrung, durch die eine Zylinderkopfschraube geht. Die Ölbohrung ist die kleine.

      Grüßle Jo
    • Willi wrote:

      Die Kopffläche aufschweissen ist der größte Murks den ich je gehört habe, den Mechaniker würde ich vom Hof schicken.
      Doch, das gibt es.

      Aufgeschweißt wird nur an den Stellen an denen die Korrosion gewirkt hat.

      Die Löcher werden quasi wieder aufgefüllt.

      Danach werden die Bohrungen wieder ordentlich ausgefräst und die Dichtfläche geplant.
      So kann der Kopf gerettet werden.

      Da das teuer und aufwändig ist, lohnt sich das nur wenn es keine Köpfe mehr ersatzweise gibt, oder die Ersatzteilbesorgung die Reparaturkosten übersteigen.
      Das geht auch nur bei Alu-Köpfen, nicht bei Guss.

      Ich würde auch einen neuen Kopf besorgen, die Kosten nicht die Welt.
    • Mit den Versatzkeilen kannst du die Steuerzeiten dann leicht variabel einstellen.

      Eben +/- 2° in dem Fall um dem Versatz entgegenzuwirken.

      Die Keile erlauben das Verdrehen des Nockenwellenrades, während sie sonst die Welle mitnehmen.

      Stelle dann einfach auf OT / OT und stelle es so ein, das sich nach mehrmaligen Durchdrehen kein Versatz abzeichnet.

      Dann die Zentralschraube mit Drehmoment anziehen, nochmals kontrollieren und alles ist gut.

      Nannte man die Keile nicht früher auch "Halbmond"?
      :D
    • Genau diesen Halbmond für den Versatz habe ich schon bestellt

      Kaltmetall finde ich sehr interessant.
      Gibt es sowas einfach im Baumarkt oder im Autoteilezubehör?

      Die neuen kopfschrauben haben eine Unterlegscheibe, die Alten nicht. Ist das egal?
      So sieht der Kopf nun aus
      Images
      • Screenshot_20190130-152649.jpg

        964.74 kB, 1,080×1,920, viewed 20 times

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