Hurra! Ich habe ihn wieder!

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    • Hurra! Ich habe ihn wieder!

      Ich lese hier schon sehr lange mit, habe mich aber noch nie vorgestellt, was ich jetzt aber mit einer längeren Geschichte nachhole.
      Ich gehe auf die 50 zu, bin verheiratet und habe 3 Kinder mit 21(w), 19(m) und 19(w) und komme aus Unterfranken.
      Bis 1999 hatte ich schon mal einen 190E in der Farbe 199 mit Lederausstattung und Gullideckel (1.Serie mit Vater/Sohn Scheibenwischer BJ 11/84). Der musste aber einem Ford Galaxy weichen,
      da Hinten keine 3 Kindersitze rein passten. (LEIDER!)



      2013 wurde meine älteste Tochter 18 und ich brauchte ein weiteres Auto. Damals habe ich mir noch nicht also große Gedanken bezüglich Marke und Modell gemacht.
      Durch einen Zufall wurde mir dann ein 190er angeboten. 2 Liter, 5-Gang und 27 Jahre alt, Motor läuft nicht richtig, ansonsten eigentlich ok.

      Was will ich bzw. meine Tochter mit einem 27 Jahren alten Opa-Benz? Steuern, Spritkosten, Reparaturen, Unterhalt....?!?

      3 Tage später habe ich das Auto abgeholt, mit weniger als 130 Tkm, Farbe 199 als VorMopf. Motor lief scheinbar nur auf 3 Zylindern, Temperatur zu hoch. Fahren war nur bis zum 3. manchmal 4. Gang möglich mangels Leistung.
      Das Auto war von einem Handwerker, der wollte eigentlich das Auto in die Presse werfen. Gepflegt war da erstmal nichts. Innen- und Kofferraum voller Sand, Zement und Kieselsteine.
      Mein Schwager (ehemals KFZler) hat sich das Auto angeschaut und mir mitgeteilt: "Den bekommen wir wieder zum laufen!".

      Einige Wochen später lief der Motor wieder. Ein Ventil war nicht mehr ganz vorhanden. ZKD, Dichtungen, einige Schläuche, Thermostat alle Flüssigkeiten und noch anderer Kleinkram wurde neu gemacht.
      Fahrzeug innen und aussen gereinigt (Ein Hoch auf die TORNADOR GUN!).

      Und dann kam der Moment, wo ich meinem Kind ein 27 altes Auto als ihr Erstes zeigen musste. Andere bekommen zu ihrem 18. Geburtstag einen Neu- oder Jahreswagen in der Golfklasse. Scheunentor auf und ... Sie war begeistert, ihr erstes Auto ein Mercedes!

      Ein Auto das nicht jeder hat. Mit Schiebedach, 5 Gang-Schaltung, Radkappen und für Frauen das Highlight: Sonnenblenden Rechts und Links mit beleuchteten make up Spiegel und ... nix und, sonst nichts! Keine Klima, keine Airbags, kein ABS, kein ASD, keine Berganfahrhilfe, keine grüne Umweltplakette. Aber dafür so einen coolen Stern auf der Motorhaube. Ein Lenkrad wie in einem Bus. Eine laute 2-Klang-Hupe. Dazu noch Sitze, bei denen jeder Mitfahrer diese mit einem Wohnzimmer-Sofa vergleicht. Und der lustige Scheibenwischer der sich so komisch bewegt. Vorne weiße Blinker und hinten dunkle FIFFT-Rückleuchten. Scheibenwischer und Licht muss der Fahrer selbstständig ein und ausschalten. Der rechte Außenspiegel ist zwar elektrisch, verstellt sich aber beim rückwärts Einparken nicht automatisch nach unten. Zum Abschließen des Fahrzeugs muss man das Türschloss mit dem Zündschlüssel betätigen und die Fenster und das Schiebedach muss man vor dem Aussteigen selber schließen. Die hintern Fenster noch mit einer Handkurbel! Ganz ganz ganz anders als das moderne Fahrschulauto mit neuesten Assistenten und Schnickschnack. Das Anfahren am Berg mit Bedienen der Handbremse musste trotz Führerschein erst mal erlernt werden. Die Fahrschule bringt das nicht mehr bei.


      Aber da war noch ein großes Problem. Die fehlende Umweltplakette. Die wird unbedingt benötigt für eine 18-jährige, da man nur so in die Shoppingzentren nach Stuttgart oder Frankfurt kommt.
      Da hatte ich nun wieder ein Problem. Wie bekommt das Auto eine grüne Umweltplakette?
      Aus diesem Grund kam ich damals hier ins Forum. Also nachgelesen und recherchiert. Alle anderen Benziner haben einen Kaltlaufregler, mein Auto hat das nicht. Aber meiner hat einen seit 1991 nachgerüsteten Wurm-Katalysator. Und das ist noch viel besser als ein Kaltlaufregler. Also habe ich die Fa. Wurm angeschrieben und ein Gutachten für den Kat bekommen. Mit diesem zur Zulassungsstelle und die Fahrzeugpapiere ändern lassen, grüne Umweltplakette mitgenommen und das Geld für den Kaltlaufregler gespart.

      Bis August 2016 ist meine Tochter mit dem Auto gefahren, mit nur einen nennenswerten Aussetzer. Grund: Fehlendes Führungsstück am Gaszug. Mittels telefonischer Anweisung und Kabelbinder konnte meine Tochter den "Defekt" selbst beheben und weiterfahren. Das regelmäßige Kontrollieren bzw. Auffüllen des Motoröls und anderer Flüssigkeiten habe ich ihr von Anfang an gezeigt.

      Dazwischen durfte ab und zu dann auch Papa am Sonntag mal damit einen Ausflug mit Ehefrau machen.
      Außer Superbenzin und Wasser für die Scheibenwaschanlage wollte der Benz eigentlich nichts. Mal nen Ölwechsel und neue Filter.


      Naja stimmt nicht ganz. Trotzdem habe ich dazwischen immer wieder Geld investiert. Der 190er hat einen Drehzahlmesser bekommen, Kopfstützen hinten, 4 neue Stoßdämpfer, Lenkungsdämpfer, 8-Loch Alus. Hardy-Scheiben, Bremsscheiben und Beläge an beiden Achsen, Endtopf, Nockenwelle, gebr. elektrische Antenne, Windschutzscheibe, Dämmmatte Motorhaube, Radlager, Türfangbänder hinten , Fluid-Film, UBS. Bis auf die Nockenwelle und die Windschutzscheibe ist der Rest ja fast schon als Kleinkram zu bezeichnen.

      Aber er sollte Original bleiben und im Oktober 2016 seinen 30. Geburtstag feiern können. Mein ursprünglicher Traum war mal mit H-Kennzeichen nach Stuttgart zu fahren.
      Doch dazu sollte es erstmal nicht kommen.

      Im August 2016 ist meiner Tochter an einer Kreuzung dann ein Sprinter ins Heck gedonnert und der Benz war erstmal hinten links ein paar Zentimeter kürzer. Der Kofferraumboden schön gefaltet. Der hat die ganze Aufprallenergie absorbiert.
      Hinterachse und Spaltmasse an den hinteren Türen waren aber ok. Trotzdem wirtschaftlicher Totalschaden! Bremsen und Auspuffanlage waren 14 Tage vorher frisch gemacht.

      Ich habe dann eine Karosseriebaufirma gefunden, der Chef von der alten Schule. Der ist auch schon 190er gefahren. Der hat mir versprochen das Auto wieder zu richten. Per Handschlag, ausgemacht zu einem guten Kurs, aber das braucht Zeit.
      Tja, gedauert hat es nun fast 12 Monate. Weil immer wieder was war. Er hatte meine Kontaktdaten nicht mehr, das Heckblech gibt es original nicht mehr. Nachblech ist so schlecht, sowas verbaut er nicht. Ich habe ihm dann eine Heckblech besorgt...
      Verzinnen, Spachteln und Schleifen dauert... Personalprobleme und und und.

      Jetzt steht er wieder da. Fahrbereit, fertig. Die alten Verletzungen sieht man nur noch im Kofferraum am Kotflügel innen. Die Rostbeule auf der Motorhaube ist auch weg. Farbe war ja eh angemischt.
      Jetzt mit fast 31 Jahren darf er nur noch bei schönem Wetter fahren. Im Winter darf er schlafen. Ab und zu werde ich ihn in der Scheune besuchen und ihn streicheln.
      Ab jetzt ist er das Spielzeug für den Papa.

      Meiner Tochter habe ich in der Zwischenzeit einen W202 Esprit 1.8l in 702 mit Automatik hingestellt. Von einem 95-jährigen mit ein paar Kampfspuren an den Stoßstangen. Mein Sohn hat auch einen W202 Elegance 1.8l in Farbe 199 als 5-Gang bekommen. Der ist schon ganz scharf darauf mit dem W201 zu fahren, weil keiner aus seiner Clique so ein altes Auto hat. (Wobei mir da ein bisschen Bange ist *g*)
      Kind Nr. 3 fährt einen W168 Avantgarde 1.6l in Farbe 195. Naja ein Plastik-Mercedes, aber die 102 PS sind ok.

      Also bei 4 Benzen auf dem Grundstück, die mittlerweile ein Gesamtalter von über 93 Jahren haben, habe ich immer wieder was zu tun und werde auch weiterhin hier und in anderen Foren lesen und mich weiterbilden, denn
      ich bin nicht vom Fach sondern nur ein IT-ler.

      Und für den Fall, dass es nichts zum Schrauben gibt, mir aber langweilig ist, habe ich mir eine Exzenter Poliermaschine und diverse Mittelchen angeschafft.


      Gruß
      hfhausen


      ps: TÜV hat er natürlich jetzt neu bekommen und die Abnahme nach §23 StVZO

      pss: gestern das schöne Wetter genutzt und mit der Ehefrau eine schöne Tour über die Landstraße gemacht:
      Würzburg-Ochsenfurt-Neustadt ad Aisch-Herzogenaurach-Forchheim-Höchstadt-Schlüsselfeld-Geiselweind-Dettebach-Würzburg



    • Hallo hfhausen,

      eine schöne Geschichte (vom Unfall einmal abgesehen) und ein schöner 190er! :)

      Zum Thema Heckblech: Hast Du dann ein gutes Gebrauchtteil genommen oder konnte das noch irgendwie gerichtet werden? Das Neuteil ist bei Mercedes ja leider nicht mehr erhältlich und im Zubehör sieht es - mal abgesehen von der Passgenauigkeit - auch nicht besser aus. Sowohl van Wezel als auch Klokkerholm haben die Produktion mangels Nachfrage eingestellt.
      Wie ist der Schaden an der Seitenwand behoben worden?

      Gruß,
      Philipp

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Philipp ()

    • Heckblech habe ich ein gebrauchtes besorgt, im Inet einen gefunden der eins im Keller liegen hatte und los haben wollte ( ein ganzes Heck, ca die letzten 25 cm) .
      Zubehörblech hatte er sich bestellt, wollte er aber nicht verbauen wegen mangelnder Passgenauigkeit.

      Ich sag es mal laienhaft: ziehen, klopfen, ausdellen, richten, verspannen, spachteln, verzinnen usw...
      Was genau und wie kann ich nicht genau sagen. Es ist aber kein Seitenblech eingeschweisst worden oder so.

      Ich hab das Auto dazwischen mal gesehen, aber natürlich nicht daran gedacht Fotos zu machen...

      hfhausen
    • Tolle Vorstellung!


      hfhausen schrieb:

      da Hinten keine 3 Kindersitze rein passten.
      k.A. wie das früher geregelt war.
      Heute wären keine drei Kindersitze mehr notwendig, weil beim Fünfsitzer-W201 hinten in der Mitte ohne Kindersitz Kinder mitfahren dürfen, wenn...
      Siehe StVO Paragraph 21 Absatz 1a Satz 2 (gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__21.html )

      Gruß,
      Dave.
    • Hallo,

      schöne Geschichte toll erzählt.

      Und schön, das dadurch den jungen Menschen die Oldtimerei etwas näher gebracht wird.

      Auf vielen Treffen habe ich junge leute erlebt, die deutlich jünger waren als ihre autos.

      Das läßt hoffen.

      Ich komme bei drei schönen Sternen auf über hundert Jahre, den Bärenanteil hat allerdings mit fast 50 Jahren ein alter Strich 8.

      Gruß Axel
      " Ist der Stern erst demontiert
      " Fährt sichs gänzlich ungeniert
      Neu!!
      190 E 2.6 mit 271000km

      190 E 2.6 mit 400000km Mitglied im Club 400tkm
      190 E 2.0 mit 250000km
    • habe mal das alte Servoöl gewechselt.
      Hier mal meine Vorgehensweise (Andere Anleitungen gibt es ja genug im Netz)



      Große Spritze in der Apotheke geholt. Passendes Öl war vorhanden. Die Dichtung und Filter habe ich mir auch schon besorgt.


      Vorratsbehälter öffnen.


      Das Plastikteil in der Mitte wird durch die Mutter befestigt. Darunter ist eine Feder, die den Filter unten an den Boden presst.

      Die alte stinkende Plörre aus dem Vorratsbehälter der Servopumpe raussaugen und erstmal in einem Glas zwischenlagern.



      Wenn es dann schon ziemlich leer ist, den Filter rausnehmen und den Rest absaugen.





      Alten Filter wieder rein, frisches Öl einfüllen, Motor starten und einige male links und rechts bis zum Anschlag lenken (am Besten mit freistehenden Vorderrädern).

      Anschließend wieder alles absaugen und wieder frisches Öl einfüllen.
      Diesen Vorgang nach belieben wiederholen und somit das System "spülen".

      Zum Schluss neuen Ölfilter einbauen, frisches Öl bis zur Markierung auffüllen, Dichtung erneuern und den Vorratsbehälter wieder verschließen. Dichtigkeit prüfen. Fertig.
      Zeitaufwand ca 20 Minuten.


      hfhausen
    • Hallo,

      heute hatte ich wieder etwas Entzug bezüglich Schrauben und Basteln, also habe ich mich dazu entschlossen die Federn vom Windabweiser am Schiebedach zu erneuern, da dieser sich nicht mehr sebstständig nach oben bewegt hat.

      Die Federn haben die Teilenummer: A1247820536 und A1247850635
      Falls noch nicht vorhanden benötigt man 2 mal A1247820046 Stütze. (war bei meinem VorMopf so, da hier die alte Feder eine andere Bauform hat)


      1.) Also zuerst mal das Schiebedach öffnen.
      2.) Rechts und links die Schiene (A), die für die Auf- und Abbewegung des Windabweisers zuständig ist, entfernen.
      Schiene hinten anheben und vorne aus der Verbindung zum Windabweiser herausnehmen.

      3.) Nun muss rechts und links die Gleitschiene (B) entfernt werden. Die erste, vorderste Kreuzschraube hat ein metrisches Gewinde und die muss raus.
      Die nächste Schraube (Schlitz) bleibt unberührt!! Dann noch die restlichen Blechschrauben raus und man kann die Schiene anheben.

      4.) Die Abdeckschiene (C) vorne entfernen (6 Blechschrauben)




      5.) Jetzt kommt der erste schwierige Teil. Der Windabweiser muss raus!!
      Zuerst habe ich mit einem großen Schraubendreher vorsichtig auf dem mittleren Lager herausgeheblt.
      Anschließend wird es noch etwas schwieriger, denn der Windabweiser muss aus dem rechten und linke Lager herausgehebelt werden.

      6.) Nun kann man die rechten und linken Lager aus dem Rahmen heraushebeln, indem man mit einem Schraubendreher am Lager hinten ansetzt, diesen nach vorne schiebt und gleichzeitig hinten anhebt.
      Das Lager besitzt vorne zwei Platikteile, die als Feder dienen und ist nur in den Rahmen eingeklemmt.





      7.) Am Windabweiser die alten Feldern entfernen.

      8.) Jetzt arbeiten wird nur mit bzw. am Windabweiser ( am besten an der Werkbank/Tisch).
      9.) Die beiden Lager werden rechts und links am Windabweiser eingeclipst.



      10.) Zuerst wird die Stütze in den Windabweiser eingeclipst.
      11.) daran wird die Feder mit dem kurzen Federnende befestigt (In die Bohrung gesteckt)
      12.) Nun schiebt man Stütze und Feder Richtung Außenseite des Windabweisers. Dabei wird die Feder auf die Metallachse geschoben. Ist man am Lager angekommen muss das lange Federnende mit einer Zange über das Lager gehoben werden. Somit ist die Feder gespannt und das Lager ist fertig.
      13.) Wieder hole 12 für die andere Seite des Windabweisers.

      14.) Nun wird der Windabweiser wieder in den Rahmen des Schiebefachs eingbaut. Dabei muss man nur die beiden Lager rechts und links in den Rahmen einclipsen und einrasten lassen.

      15.) Windabweiser am mittleren Lager mit einem Schraubendreher o.ä. einhebeln.
      16.) ab jetzt 4-1 rückwärts abarbeiten.

      Schiebedach testen und prüfen, Windabweiser etc. beim ersten zufahren beobachten.


      FERTIG.

      PS: Bei meinem Vormopf ist im Schiebedachrahmen auf der rechten Seite unter der Schiene (A) ein Datum eingedruckt. 10 Tage später hatte das Auto bereits eine Zulassung.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von hfhausen ()

    • Zündschloss reparieren:


      Ich habe mir mal mein altes, klemmende Zündschloss genauer angeschaut. Ersatz ist ja schon verbaut und somit war ein Testobjekt vorhanden.


      Nachdem Bremsenreiniger und Ultraschallbad nichts brachten, habe ich mich dazu entschlossen das Schloss zu öffnen:

      Mit einen 1 mm Bohrer langsam in den Sicherungssplint bohren. Eigentlich wollte ich den Splint ausbohren, aber der 1mm Bohrer hat sich im Splint verhakt und somit konnte ich diesen einfach rausziehen.


      Frontplatte ab und dann schaut es so aus:


      Jetzt kann man das Schloss zerlegen. Damit einem nicht die Plättchen und Federn davon springen, einfach einen Kabelbinder oder ähnliches in das Schloss einführen. Dieser sichert dann alles erstmal.
      Fotos von allen Situationen und Winkel machen! Hat mir beim Zusammenbauen sehr geholfen.




      Vorsichtig alles zerlegen. Bei mir waren die Plättchen so verdreckt, dass diese nicht wirklich aus ihrem "Loch" wollten.
      Auf die Position und Reihenfolge der Plättchen achten!! 5 Plättchen und 5 Federn oben und das gleich noch mal unten. Bei mir war keine Feder gebrochen.
      Wer die Plättchen vertauscht schafft sich ein besonderes Puzzel.



      Die Plättchen hab ich dann mittels Schleifblüte von ihrem Dreck befreit. So dass sie wieder nach Messing aussahen. Auf den Plättchen kann man (jetzt) auch eine Kennzeichnung erkennen.



      Das innere des Schließzylinders mit einer Bürste reinigen.



      Hier sieht man die Riefen der Plättchen und auch die Verschmutzung.
      Hier bin ich mit einer Schleifblüte, die ich um einen Stab geklebt habe, rein und habe den Schmutz und die Grate entfernt (bzw. versucht).





      Dieses Plastikteil ist der Mechanismus, damit der Schlüssel nach der Drehung nicht gezogen werden kann. Hätte ich fast verloren...



      Nachdem ich alles gereinigt hatte, habe ich wieder alles zusammengefügt.
      Eine Feder einlegen und dann das Plättchen dazu.
      Plättchen für Plättchen einbauen, zu Sicherung den Kabelbinder nachschieben bis alle Plättchen wieder eingesetzt sind.
      Jetzt wo alles gereinigt ist, sorgen die Federn dafür, dass die Plättchen am Liebsten aus ihre Position springen wollen.

      Wenn alles zusammengebaut ist, den Kabelbinder raus und den Schlüssel rein. Es sollten sich alle Plättchen versenken, so dass keines aus dem inneren Zylinder raus steht.

      Stehen Plättchen ab, wurde entweder die Reihenfolge vertauscht oder der Schlüssel ist abgenutzt und es passt nicht mehr.

      Dann muss das Innere in das Äußere. Den Kabelbinder als Einzugshilfe benutzen und immer das nächste entsprechende Plättchen niederdrücken.

      Bei mir hat das Schloss danach immer noch nicht funktioniert. Ich denke mal dass es an meinen abgenutzten Nachmach-Schlüssel liegt.
      Deshalb musste ich ein Plättchen mit dem Dremel bearbeiten.

      Also Schlüssel rein, und das eine überstehende Plättchen mit dem Dremel runtergeschliffen, nochmals mit der Schleifblüte drüber, anschließend alles nochmals gereinigt und dann ... funktioniert das Schloss wieder. Nicht ganz so sauber wie ein Neues, ein bisschen hakelig ist es noch, aber es klemmt nicht mehr.

      Die Frontplatte wieder drauf und den Sicherungssplint einschlagen. Fertig!


      ps: Eingebaut habe ich das Schloss aber noch nicht...
      pps: Statt Plättchen abschleifen kann man auch ein oder mehrere Plättchen (inkl. Feder) weg lassen...

      Gruß
      hfhausen
    • Ich schreib mal wieder was, damit ihr im Sommerloch was zu lesen habt...


      Ich bin letzte Woche mal die Romantische Straße gefahren. Würzburg - Rothenburg o.d. Tauber - Augsburg - Füssen.

      Aus dem Norden Bayerns in den Süden der Republik über die Landstraße.

      Die meiste Zeit fährt man auf kleinen Landstraßen, selten mal auf Bundesstraßen. Reisegeschwindigkeit auf den Landstraße war meist 70-80 km/h, aber ohne das man andere Verkehrsteilnehmer dadurch behindert . Man sieht die Landschaft und die Dörfer. Ok der Geruch nach Kuhstall ab Mittelfranken bis ins Allgäu war schon manchmal sehr extrem.

      Die Beschilderung der Strecke könnte an manchen Stellen besser sein. Wenn man mal die Route verlässt, z.B. weil man falsch abgebogen ist, ist es schwer die Strecke wieder zu finden.

      An manchen Stationen haben wie einen Zwischenstopp gemacht und die historischen Orte, Burgen oder Schlösser angeschaut. Ob man da jetzt in jedem Dorf (Stadt/Ruine) anhalten muss, muss dann jeder selbst für sich entscheiden.

      Es war ja letzte Wochen schon sehr heiß. Ohne Klimaanlage in einem schwarzen Auto war nur ein Fahren mit offenem Schiebedach und offenen Fenstern möglich. Man kann so locker auch mal 100 km/h fahren, mit modernen Autos kann man das ja nicht mehr. Bis Mittwoch ging das ja noch so, ab Donnerstag unerträglich.

      Zurück ging das dann über die Strecke Füssen - Kempten - Ulm - Stuttgart - Heilbronn - Mosbach, wieder nur auf Landstraßen.

      Im Bereich Stuttgart - Heilbronn kam dann die Motorkühlung am Freitag an ihre Grenze. Der ständige Stop-and-Go-Verkehr lies den Temperaturzeiger nur noch zwischen 90 und 105 Grad pendeln. Der Lüfter musste ständig immer wieder mitlaufen. Selbst lange Strecken auf Landstraßen ließen die Temperaturanzeige nicht mehr auf die üblichen 82 Grad fallen.

      Wie ich ja schon mal früher geschrieben hatte, war ja schon immer mein Traum mit dem Benz auf dem Berg vor dem Mercedes Museum in Stuttgart zu stehen um ein Foto zu machen, da wo nur Fahrzeuge mit H-Kennzeichen hin dürfen.
      Also am Freitag zum Mercedes Museum gefahren und dann,.... "Sorry der Berg ist heute für alle Fahrzeuge gesperrt. Es wird für die VfB-Veranstaltung aufgebaut..." ... F*ck!!!

      Nach 5 Tagen und ca 1000 km waren wir dann wieder zu Hause. Das einzige was mein Benz brauchte war Sprit, der Rest hat einfach funktioniert und es hat unheimlich viel Spaß gemacht, mal nur auf Landstraßen so eine Strecke zu fahren.

      PS. Ich habe mich die letzten Wochen gewundert, weshalb mein Spritverbrauch so hoch ist, also wollte ich die Fahrt zum Anlaß nehmen und da mal genau ausrechnen was das Auto verbraucht.
      Lange Rede kurzer Sinn: Ich musste feststellen, dass Nachmittags bei den sehr hohen Temperaturen der Kilometerzähler stehen bleibt und am nächsten Morgen dann wieder funktioniert...also fehlen mir die Kilometer meist ab 16:00 Uhr.... Berechnung der Verbrauchs somit nicht möglich.
    • Schöner Trip!

      Den Geruch nach Kuhstall exportieren wir abgefüllt in Dosen.
      Als 0,33 er Söder Landduft oder die grosse 0,5 Seehofer Eau de Amigo.
      Bei beiden stinkts dir.... :P

      Ich werde auch mit dem Azzurro in 2022 nach Italien zu fahren.
      Vorher gibts den einen oder anderen Abstecher nach Kärnten.
      Möchte auch wie Du dann nur Neben/Bundesstrassen fahren, B20 bis Salzburg und dann Richtung Katschberg und Tauernpass über die Bundesstrasse. Eine traumhafte Kulisse erwartet uns dort. Die beiden Pässe sind schön ausgebaut, fahre da immer wieder mal drüber.
      Ich hab jedoch den Vorteil einer Klimaanlage, ansonsten wäre es schon stressig.
      Da muss ich bei Deiner Tour sagen Hut ab!
    • Letzte Woche, Landstraße 4 Gang ca 130 Km/h.

      Plötzlich ein lauter Knall unterm Auto und dann nur noch ein Flapp , Flapp, Flapp , Flapp , Flapp ....

      Sofort Kupplung getreten, Gang rausgenommen und das Auto ausrollen lassen und im Feldweg abgestellt.

      Erste optische Kontrolle am Fahrzeug brachte erstmal keine Erkenntnis. Nichts liegt unterm Auto, nichts hängt runter, kein Flüssigkeitsverlust. Also bin ich vorsichtig und langsam die 3 km nach Hause gefahren. Keine Geräusche feststellbar.

      Ergebnis später auf der Bühne war folgendes:





      Das ist die vordere Hardyscheibe und der Schwingungstilger.

      Ausgebaut sah es dann so aus:
      Schwingungstilger mit feinen Rissen:




      Die zerfetzte Gelenkscheibe:

    • Moin,

      an meinem 230TE hatte ich auch ein Schwingungstilger dran.
      der 220TE den ich schlachte hat ebenfalls den Tilger.

      Meine 6 Zylinder haben alle keinen Schwingungstilger.

      Mein Tilger hatte leichte Risse, bein behandeln mit Werkzeug habe ich gesehen das der Metallring außen an 2 Punkten komplett vom Tilger abgelöst war.
      Also wenn hat er nur für Unwucht gesorgt was man aber nicht groß gemerkt hat.

      Mittlerweile würde ich den Tilger einfach weg lassen weil den die 6 Zylinder nicht haben.

      Bei Mercedes kost der knapp 200, online oder in der Bucht gibts den für knapp 30.

      Meine Kardanwelle vom 230TE hab ich komplett überholt mit neuen Hadyscheiben und Zentrierhülsen und nun brauche ich sie nicht mehr da ich auf 6 Zylinder umrüste.
      Projekte für 2018
      1. M103 Motor in T einbauen
      2. Kombi Upgrade endlich fertig stellen