Euer Vorgehen bei erneuerung der Wagenheber Aufnahmen bzw Schweller Stücke

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    • Euer Vorgehen bei erneuerung der Wagenheber Aufnahmen bzw Schweller Stücke

      Moin,
      mein 190E ist leider auch mies verrostet. Mein Nachteil war, dass der Vorbesitzer den kompletten Unterboden mit irgendeiner Pampe eingejaucht hat. Sieht auch ganz schön aus, allerdings waren damit auch alle Wasserabläufe verschlossen und somit hatte das Blech Zeit sich zu zersetzen. Ich kann jetzt Quasi den Unterboden Mist abreißen, Blech ist da drüber nicht mehr viel ....

      Werde mir jetzt die kompletten Schweller Stücke für Rechts und Links bestellen und die benötigten Stücke austrennen und anschweißen bzw normales 2mm Blech einschweißen, der Rost hat sich nicht nur die Schweller gegriffen bei mir ...

      Interessant wäre jetzt euer Vorgehen damit ich mich für einen Weg entscheiden kann.

      Bleche überlappend oder auf Stoß anschweißen, voll durch schweißen oder nur Punkten (für den Verlauf der Grundierung).

      Spezielle Grundierung oder ganz normale, welche Versiegelung für die inneren Hohlräume.

      Hat ja jeder so seine eigenen Ideen.

      Anbei ein paar Bilder von meiner Baustelle:






      Gruß Pascal
    • Als ich noch die Möglichkeit zum Schweißen hatte, hab ich es so gemacht:

      Die Bleche mit ner Absetzzange vorbereitet und dann überlappend Stück für Stück geschweißt bis dass es wie durchgeschweißt war.

      Laut TÜV soll das aber falsch sein...die meinen, man soll Lochen und dann nur die Punkte schweißen.

      Glaub ich zumindest...

      Grundiert hab ich immer mit Standardprodukten und die Hohlräume hab ich dann mit transparentem Wachs aus der Sprühdose behandelt.

      Das Zeug hat an die VW-Werkskonservierung erinnert.

      Deine Baustelle ist übrigens nicht von schlechten Eltern...fiel Fergnügen damit. :thumbup:
      Grüße
      Mario
    • Richtig wäre, Rep.-Blech größer zuschneiden, umlaufend absetzen und lochen (ca- 20-30mm Abstand). Schweißen, zwischen die überlappenden Bleche Owatrol Öl, trocknen lassen, dann Brantho nitrofest, Karosseriedichtmasse über den "Schweißbereich", dann Brantho 3in1. Wenn gewünscht könnte noch eine Schicht Steinschlagschutz (zB Elaskon) unter das 3in1. Anschließend von Innen mit Fluidfilm behandeln.

      Bin aktuell soweit, kannst du demnächst in meiner Videoreihe sehen... (wobei ich dort jetzt nicht explizit den Schweller repariere).
      Youtube sidekickx81
    • sidekick schrieb:

      Richtig wäre, Rep.-Blech größer zuschneiden, umlaufend absetzen und lochen (ca- 20-30mm Abstand). Schweißen, zwischen die überlappenden Bleche Owatrol Öl, trocknen lassen, dann Brantho nitrofest, Karosseriedichtmasse über den "Schweißbereich", dann Brantho 3in1. Wenn gewünscht könnte noch eine Schicht Steinschlagschutz (zB Elaskon) unter das 3in1. Anschließend von Innen mit Fluidfilm behandeln.
      Aber Hallo... :D
      Grüße
      Mario
    • Moin moin,

      die Bilder erinnern mich an meine 2.6er Baustelle.
      Erstmal den originalen unterbodenschutz soweit entfernen, bis wieder gesundes Blech zum vorschein kommt,
      um das Ausmaß der Baustelle zu begrenzen.

      So wie das aussieht, ist das bei dir noch der originale Unterbodenschutz,
      jedenfalls hinten schauts so aus.
      Läßt sich am besten mit Flex und Drahtbürstenaufsatz entfernen.

      Und dann den alten Karies herausopperieren, großzügig, soviel wie nötig, so wenig, wie möglich.
      Bei deinem 1. Bild wirds wahrscheinlich eine Großbaustelle, die über den Pinöpel von der Bühnenaufnahme bis zum Schweller reicht
      und ebenso in den hinteren Radkasten.
      Bei mir waren auch noch die Füße der Hebebühnenaufnahmen, Pinöpel, Verfault.

      Unter den rücksitzen mußt du dann noch die Inneren Bleche ansetzen.
      Ja, das wird eine anspruchsvolle Baustelle.

      Aber 2mm ist ein biserl dick. Reparaturbleche, auch Tafelweise, gibts bei Matthies in der richtigen Stärke knapp unter 1 mm, ich glaub 0,88 ist das Maß.
      2mm Blech läßt sich kaum richtig formen, ist einfach zu dick.
      Ich hab 2mm Blech genommen, um hinten die vorderen Achsaufnahmen zu schweißen.

      Alles durchgängig schweißen halte ich für unnötig, bringste auch zuviel wärme ins Material.
      Auch auf Stoß schweißen ist was für die superprofis....

      Soweit wie möglich Lochpunktschweißen und wo das nicht geht eine kurze Punktnaht am ende und gut ist.


      Gruß Axel, der heute nach Bockhorn trudelt.......
      " Ist der Stern erst demontiert
      " Fährt sichs gänzlich ungeniert
      Neu!!
      190 E 2.6 mit 271000km

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von scorpicoo ()

    • Danke euch schonmal!

      Dann hab ich schonmal einen groben Fahrplan. Hab jetzt eine Großbaustelle von Motorrad fertig, dann hab ich wieder etwas mehr Luft für den Benz. Werde dann erstmal alles entrosten und frei popeln damit ich das wahre Ausmaß sehe.

      2mm hab ich zu Hauf da, ich reparier mit sowas immer Trecker Kotflügel :D
      Dünneres müsste ich mir erstmal besorgen.

      Matties, ist das ein Laden oder Online Shop ?

      Halte euch auf jeden Fall auch auf dem Laufenden

      Gruß Pascal
    • Abend! :)


      Das hängt immer davon ab, wie geübt man mit dem Schweissgerät umgehen kann, bzw. um welche Stelle es sich handelt.
      2mm Blech lässt sich aber mit dem richtigen Werkzeug schön formen, und gerade bei der Wagenheberaufnahme sicherlich die bessere Wahl.
      Ich nehme da Nirosta, dann rostet dieses eingesetzte Blech mal nicht.
      NICHT durchschweissen, man schadet mehr als das es helfen würde.

      2x Grundieren mit Coroless, eventuell Brantho trocknet aber langsamer.
      Dann bei Schweissnaht und Stellen die eventuell mechanisch beansprucht werden (Steinschlag odgl. ), mit 3M 08537 einstreichen. Gute Dicht/Karosseriemasse finde ich. Dann nehme ich noch ebenfalls von 3M einen Steinschlagschutz, der darüber angebracht wird.
      Abschliessend wenn gewünscht in Wagenfarbe lackieren, oder mit Wachs konservieren.

      Owatrol ist innen nur dann empfehlenswert, wenn Restrost vorhanden. Ansonsten sehr gut fluten mit Fluid Film, Mike Sanders etc. . Wo viel Wachs ist, gibts kein Wasser!

      Auch nicht auf Wasserabläufe bei neuen Blechen vergessen, wenn das alte komplett weggefault war.


      Wichtig, immer alles trocknen bzw. seine Zeit lassen. Viele sind einfach zu hastig. :) :)
    • Feco84 schrieb:

      Abend! :)


      Das hängt immer davon ab, wie geübt man mit dem Schweissgerät umgehen kann, bzw. um welche Stelle es sich handelt.
      2mm Blech lässt sich aber mit dem richtigen Werkzeug schön formen, und gerade bei der Wagenheberaufnahme sicherlich die bessere Wahl.
      Ich nehme da Nirosta, dann rostet dieses eingesetzte Blech mal nicht.
      NICHT durchschweissen, man schadet mehr als das es helfen würde.

      2x Grundieren mit Coroless, eventuell Brantho trocknet aber langsamer.
      Dann bei Schweissnaht und Stellen die eventuell mechanisch beansprucht werden (Steinschlag odgl. ), mit 3M 08537 einstreichen. Gute Dicht/Karosseriemasse finde ich. Dann nehme ich noch ebenfalls von 3M einen Steinschlagschutz, der darüber angebracht wird.
      Abschliessend wenn gewünscht in Wagenfarbe lackieren, oder mit Wachs konservieren.

      Owatrol ist innen nur dann empfehlenswert, wenn Restrost vorhanden. Ansonsten sehr gut fluten mit Fluid Film, Mike Sanders etc. . Wo viel Wachs ist, gibts kein Wasser!

      Auch nicht auf Wasserabläufe bei neuen Blechen vergessen, wenn das alte komplett weggefault war.


      Wichtig, immer alles trocknen bzw. seine Zeit lassen. Viele sind einfach zu hastig. :) :)
      Kannste erklären, warum man nicht Durchschweißen sollte?

      Bei überlappten Blechen hab ich immer Sorge, dass es in der Überlappung wieder anfängt zu rosten.
      Grüße
      Mario
    • Man könnte schön "punktweise" durchschweissen, wenn man das so nennen kann.
      Warum? Naja, mehr Gefahr für Versprödung, unötiges verziehen, schwächen des Materials, wegbrennen der Schutzschichten (weitläufiger als beim punkten) dort wo man nicht dazukommt da deutlich mehr Hitzeentwicklung etc.

      Man kann das Blech vorher mit Zinkspray einsprühen, gibts extra was das schweissen aushält.
      Wenn dann unten schön versiegelt wird, und innen sehr gut geflutet, kann da ja kein Wasser mehr was anrichten.
      Wachs was erwärmt werden muss, fliesst noch in die letzte Ritze und erkältet dort. Da ist dann auch Ruhe.
      Wenn man sich besser fühlt, kann man ein Loch in das Blech (wenn unten) bohren, und eine leichte Wölbung machen die dann nach unten schaut. Das Wachs/Fett wird dort beim konservieren auslaufen, sowie das Wasser später.


      Lg
    • Danke euch!

      Habe mir mittlerweile eine kleine Auswahl die Sidekick empfohlen hat angeschafft. Werde alles kombinieren.
      Erst ein Rostumwandler Gel welches ich schon hab an die schwer zugänglichen Stellen. Danach die Ritzen und andere schwer zugänglichen Stellen mit Owatrol behandeln.
      Danach Brantho Nitrofest als Grundierung und später Brantho 3in1 als Decklack. Eventuell danach nochmal Unterbodenschutz drüber.
      Natürlich zwischen den einzelnen Schritte lange genug warten.

      Für die Hohlräume hab ich das FluidFilm NAS geholt, die Schutzwirkung soll nochmal deutlich länger halten als beim Normalen.

      Bei der Montage von Kotflügeln, Saccos usw würde ich dann noch die Schrauben und Clips mit Fett beschmieren um ein zerkratzen der schützenden Lack Schicht zu verhindern.

      Beide Nachbau Schweller rechts und links hab ich auch schon. Fange dann mal bald damit an, noch scheue ich mich etwas davor :)

      Gruß Pascal