Sind Frauenparkplätze eine Diskriminierung von Männern ?.

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    • Sind Frauenparkplätze eine Diskriminierung von Männern ?.

      Ich frage mich regelmäßig, welche Daseinsberechtigung Frauenparklätze haben.

      Behindertenparkplätze verstehe ich, klar.

      Frauen mit Kind Parkplätze kann ich auch gerade noch so nachvollziehen, wenn die Kiddis aus der Karre hopsen und da die Tür aufreisen, ist ein breitere Parkplatz für den Fahrzeughalter und die anderen Fahrzeughalte keine schlechte Sache um Dellen zu vermeiden.

      Oder Stichwort Kindersitze.

      Aber was zum Geier sollen
      Frauenparkplätze ?.

      Welche Rechtfertigung gibt es für eine derartig bevorzugte Behandlung ?
      Ich sehe keine.

      Daher stelle ich mich auch regelmäßig auf diese Parkplätze, wenn sonst nichts mehr frei ist.

      Neulich hat mich mal ne Frau von der Seite angemacht, als ich ausgestiegen bin, von wegen, ob ich lesen könnte.

      Hab ihr dann gesagt, daß ich grundsätzlich Frauenparkplätze ignoriere.

      Darauf hat sie mir noch ein paar Vorwürfe gemacht, worauf ich nur begegnet habe, daß ihr Frauen immer Gleichberechtigung wollt, und ich da auch klarer Befürworter von wäre.

      Danach kam nichts mehr.

      Wie sieht bei euch aus ?.

      Gibt es gute Gründe für einen Frauenparkplatz ?.

      In manchen Parkhäusern gibt es ja sogar Frauen/Behindertenparkplätze in einem !
      Also ich käme mir hier als Frau sogar veräppelt vor !!.
    • Die Diskriminierung von Männern, die seit den 1960ern schleichend ihren Lauf genommen hat, ist dir jetzt durch Frauenparkplätze aufgefallen? Nicht etwa durch schulische Benachteiligung von Jungen, Bevorzugung von Mädchen, Verpöhnung des Verhaltens von Jungen in Bildungseinrichtungen, vielfach härtere Bestrafung der Männer in Gerichtsurteilen, explodierende Scheidungsraten, explodierende Abtreibungsraten, explodierende Suizidraten der Männer, die Unmenge frei erfundener "Vergewaltigungen" die die Leben der angeklagten Männer zerstört hat, extreme Verweichlichung der Männerwelt des 21. Jahrhunderts, und so weiter und so fort?
      Sollen wir jetzt tatsächlich mit Diskriminierung von Männern dank des 3rd Wave Feminismus anfangen? Dann schreib ich hier gleich ne Doktorarbeit.

      Aus politischen Themen halt ich mich lieber raus, ist nicht gut für den Blutdruck. :)

      Im Übrigen teile ich deine Rechtsauffassung vollends.
      An der Uni nehm ich mir daher auch manchmal den Frauenparker, wenn er frei ist. Das Schild ist für mich juristisch irrelevant.
      Als mich eine Studentin darauf hinwies, erwiderte ich, woher sie denn wissen wolle, dass ich ein Mann sei und mich als solcher identifiziere. Diskussion war beendet. :)
      Die Postmodernisten schlägt man am ehesten mit ihren eigenen Waffen.

      LG
      Patrick
      Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte!
    • Hallo Patrick,

      Kann ich alles sofort unterschreiben.

      Es begann mit der Oberstufenreform Ende der 70-iger Jahre und setzte sich bis heute fort. Im schulischen Bereich wurde die sogenannte „Mündliche Beteiligung“ immer mehr gewichtet, was den labernden Mädchen voll zu Gute kam. Dann folgte der jährliche „Girls-Day“, an denen nur Mädchen in die Unternehmen eingeladen wurden. Die Jungs wurden nach und nach, insbesondere als Folge der linken und grünen Bildungspolitik, zu Bildungsverlierern gemacht. Die Frauenparkplätze sind nur ein weiterer Meilenstein bei dieser unsäglichen Entwicklung.

      Gruß
      Man(ta)fred
    • Gutes Thema! Die Frauenparkplätze haben mich noch nie vom Parken abgehalten, schon gar nicht, wenn die anderen Plätze belegt waren. Sehe das auch überhaupt nicht ein, darauf Rücksicht zu nehmen, denn es gibt zum einen keine rechtliche Grundlage und zum anderen auch keinen anderen Grund, dass das weibliche Geschlecht einen Sonderstatus eingeräumt bekommt. Eine sagte mal zu mir, das habe mit den dunklen Ecken in den Parkhäusern zu tun, da würden Bösewichte über sie herfallen. Ich hielt mich mit meinem Kommentar zurück, der da gewesen wäre, dass dieser Bösewicht bei diesem Anblick vermutlich selbst das Weite gesucht hätte. :D
      Mehr Luxus braucht kein Mensch ^^
    • Wenn es um den Schutz von Frauen geht, dann ist dem entgegen zu halten, dass Männer auch in Tiefgaragen überfallen werden können und häufig genau so schutzlos sind. Dürfen Männer nicht ängstlich sein? Sind Frauen per se schutzbedürftiger als Männer?
      Was haltet ihr von einer Umbenennung in „geschützte Parkplätze“, mit einem Hinweis, dass diese für Personen freigehalten werden sollen, die sich in Tiefgaragen besonders bedroht fühlen?
      Ein häufiges Argument ist, dass Frauenparkplätze der Sicherheit der Frauen vor sexueller Gewalt dienen.
      Soweit ich weiss sind Vergewaltigungen in Parkhäusern überaus selten. Ist auch ungünstig, da viel offene Fläche und viel Publikumsverkehr.
      Deutschland hat eine Vergewaltigungsrate von 11 pro 100.000 Einwohner (Da sind Männer enthalten). Bei dem größten Teil aller Vergewaltigungen kennen sich Täter und Opfer vorher, was bei einer Parkhausvergewaltigung nicht der Fall sein dürfte. Wikipedia spricht davon, dass sich in 2% der Fälle Täter und Opfer vorher nicht kennen. Das macht Parkhausvergewaltigungen bereits aus diesem Grund zu einer geringen Gefahr für Frauen.
      Vergewaltiger dürften Waldstücke, abgelegene Strassen und ähnliches bevorzugen. In einem Parkhaus ist eine Frau daher nicht gefährdeter als in anderen öffentlichen Bereichen. Warum sie dann gerade hier besonders geschützt werden sollen, wohingegen ein Schutz vor anderen Gefahren für Männer nicht vorgesehen ist leuchtet mir nicht ein.
      Ich sehe auch nicht, warum eine Frau vor einer Vergewaltigung besser geschützt werden muss als ein Mann vor anderen schweren Verbrechen, wie beispielsweise einem brutalen Raubüberfall, der sicher in Tiefgaragen häufiger vorkommt als eine Vergewaltigung.
      Die Angst der Frauen vor Tiefgaragen wird durch die Frauenparkplätze wohl eher verschärft als eine tatsächliche Gefahr beseitigt. So wird nämlich eine Gefährungslage vorgegaukelt, die tatsächlich nicht besteht.
      Wenn es darum geht Frauen ein Gefühl der Sicherheit zu geben, dann frage ich mich, warum man nicht auch Männern ein Gefühl der Sicherheit geben kann. Es soll tatsächlich auch Männer geben, die ein Parkhaus unheimlich finden.
      Im Endeffekt verfestigen Frauenparkplätze, wenn sie mit dem Gefühl der Sicherheit begründet werden, Rollenklischees. Frauen = ängstlich, Männer=mutig. Eigentlich wäre ja ein mutiger „undoing gender“-Ansatz dem entgegenzuwirken und die Frauenparkplätze abzuschaffen.
      Frauen ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln wäre übrigens auch mit den von mir genannten „Schutzparkplätzen“ möglich. Nur das diese geschlechterneutral sind.
      Ich für meinen Teil würde diese eher respektieren als Frauenparkplätze, weil ich bei Frauenparkplätzen weiß, dass sie von Frauen benutzt werden, die keine Angst haben und sich keine Sorgen machen (die gibt es!) und nicht einsehe, warum diese Frauen anderen Frauen die Parkplätze wegnehmen dürfen, ich aber nicht.
      Weil es mehr Frauen gibt, die mehr Angst haben gibt es NUR Frauenparkplätze. Das leuchtet nicht ein. Wie wäre es damit zumindest 10 Prozent dieser in „Schutzparkplätze“ umzuwidmen? Warum muss sich ein Mann, der Angst hat, dafür verteidigen?
      Würde man Frauen, die keine Angst haben, aber dennoch auf Frauenparkplätzen parken, darauf ansprechen, dass sie ängstlicheren Frauen die geschützten Parkplätze wegnehmen? Würde man Männer darauf ansprechen, warum sie auf einem Frauenparkplatz parken? Was würde als Grund ausreichen, einen Mann dort parken zu lassen?
      Interessant auch: Frauenparkplätze gibt es nur in sehr wenigen Ländern. Sie scheinen in anderen Ländern nicht nötig zu sein.
    • Baby Boy schrieb:

      Was haltet ihr von einer Umbenennung in „geschützte Parkplätze“, mit einem Hinweis, dass diese für Personen freigehalten werden sollen, die sich in Tiefgaragen besonders bedroht fühlen?
      Was dann "jeder" sein kann, und auch sein wird.

      Auch bzw. erst recht der 20-jährige egomanische Vollprolet, der nur noch schnell den komfortabelsten Parkplatz zum Einkaufen für sich beansprucht.
    • Je mehr Frauen auf Frauenparkplätzen parken, desto weniger können beim einparken mein Auto zerkratzen...

      Meines Wissens nach könnten die Eigentümer übrigens im Extremfall ein Hausverbot vergeben wenn man sich nicht an die Frauenparkplätze hält von wegen Hausrecht undso..
      Sicherlich könnte man dann wieder Argumentieren, dass man sich in diesem Moment als Frau identifiziert oder was auch immer, aber darauf will ich auch nicht genauer drauf eingehen..

      Ich finde in Parkhäusern Frauenparkplätze ok - dann bleiben wenigstens die Autos heile.
      Allerdings auf offenen Parkplätzen grenzwertig.

      LG
      Richard
    • Frauenparkplätze sind schon ok.
      Was ist schon dabei, wenn ich 30 oder 50 Meter weiter fahre?
      Das der letzte freie Parkplatz im Parkhaus ausgerechnet einer der Frauenparkplätze sein soll, naja...
      Immerhin ist ein Parkhaus ein privater Bereich, auch wenn er städtisch ist, und dort gelten halt Spielregeln.
      Wenn der Parkhausbetreiber der Meinung ist, bestimmte Parkplätze sind für Frauen, Männer, Bäcker, Metzger oder Anwohner mit Dauerstellplatz freeizuhalten, dann ist das so und aus.
      Entweder dran halten oder wieder rausfahren.
    • Midnightstar schrieb:

      Sterntaler 201 schrieb:

      es gibt zum einen keine rechtliche Grundlage und zum anderen auch keinen anderen Grund, dass das weibliche Geschlecht einen Sonderstatus eingeräumt bekommt
      und das entscheidest du nach deinem Befinden einfach selbst?
      Ja, das entscheide ich selbst, so wie ich vieles selbst entscheide, da mir diese zunehmende Fremdsteuerung in diesem Land gehörig auf den Sack geht. Da gehören solche "Kleinigkeiten" auch dazu, wenn ich auch relativ wenig davon betroffen bin, da ich Parkhäuser wenn möglich sowieso meide. Zu eng, zu stickig und zu dreckig.
      Mehr Luxus braucht kein Mensch ^^
    • Sterntaler 201 schrieb:

      Ja, das entscheide ich selbst, so wie ich vieles selbst entscheide, da mir diese zunehmende Fremdsteuerung in diesem Land gehörig auf den Sack geht. Da gehören solche "Kleinigkeiten" auch dazu
      Wenn sich jeder über die Pflichten hinwegsetzt die ihm nicht passen, sind wir wieder beim Faustrecht und leben wie Tiere.

      Was du schreibst hört sich schon stark nach Reichsbürger an.
      :D
    • Wir alle haben von der Gesellschaft bzw. Gemeinschaft in verschiedener Weise profitiert aber einige wollen nicht im Geringsten etwas geben.

      Noch nichtmal die Bürgerpflichten einhalten und sich an Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens halten.

      Das ist keine Bevormundung sondern stellt Rücksichtnahme und Chancengleichheit sicher.

      Wenn Menschen das so sehen sollen sie konsequenter Weise ohne jegliche Inanspruchnahme der gesellschaftlichen Arbeitsteilung und sozialen Absicherung völlig auf sich alleine gestellt und sozial isoliert alleine im Wald" Leben.

      Sich nur die Rosinen rauspicken ist asozial, so kann keine Gesellschaft funktionieren.

      Aber der Sinn für das Miteinander geht in unserer wirtschaftsbasierten Ego-Kultur völlig verloren.

      Mit Gegeneinander und Ellenbogengesellschaft lässt sich eben besser Gewinn machen.
    • Ich finde es zum kotzen, wie man hier wieder einmal vor Augen geführt bekommt, wie egoistisch und Vorurteilsbehaftet diese Gesellschaft ist.

      Es geht um Frauenparkplätze, das kann man ja diskutieren. Nur statt sachlicher Argumentation, fliegen einem sofort die Vorurteile von denen um die Ohren, die in unserer Geselschaft am wenigsten zu befürchten haben. Weiße Männer, die Angst davor haben, dass ihnen etwas weggenommen wird. Es ist so lächerlich.

      Frauen fühlen sich nicht zum Spaß bedroht. Das ist kein Ding, was sie halt so machen. Es liegt daran, dass viele von ihnen tatsächlich schon sexuell belästigt wurden, dass sie in einer Auseinandersetzung meist körperlich unterlegen sind und dass Frauen in dieser Gesellschaft, die sich als so betont aufgeklärt gibt, immer noch unterdrückt werden. Ein paar der Vorurteile kann man schon in diesem Thread herauslesen- wenn man denn will. Aber ist meistens eh nur Spaß, wa?

      Ach ja, es ging um Frauenparkplätze. Aber doch eigentlich um Pauschalisierung und Vorurteile.

      @Midnightstar: Danke für deine Sachlichen Beiträge! :thumbup:
    • Frauenparkplatz, gut. Je kürzer der Weg in ein sicheres Umfeld,desto geringer wohl die Gefahr. Davon abgesehen ist das aber leider nur ein rumdoktoren an Symptomen, ohne direkt was gegen die Ursachen zu tun?
      Und geht das überhaupt? Ist der Mensch nicht das brutalste Tier von allen? Ein Drecksack sieht meistens aus wie jeder andere, es liegt an uns,ihn zu erkennen und zu stoppen.
      Ich für meinen Teil versuche, einzugreifen wenn nötig, auch auf die Gefahr hin,selbst einen vor den Deckel zu bekommen.
      Da sind wir wieder, vor der eigenen Haustür, da,wo unser Miteinander anfängt.
      Gruß, Bison
      :fresse:
    • BISON201 schrieb:

      Ich für meinen Teil versuche, einzugreifen wenn nötig, auch auf die Gefahr hin,selbst einen vor den Deckel zu bekommen.
      Das liegt vielleicht daran, daß deine (also auch meine) Generation nicht nur von Respekt redet sondern diesen auch gelebt hat.
      Sicher, wir haben uns auch gekeilt, aber grundlos auf einen schwächern einzuprügeln wäre uns nicht eingefallen.
      Bei uns gabs auch mal eine auf'n Rüssel, aber wenn der Gegner am Boden lag, reichte es.
      Wir haben wohl ein anderes Miteinander gelernt und gelebt.
      Für uns war es selbstverständlich, auf die Mädels Rücksicht zu nehmen.

      Heutzutage sind sich die Kids selbst der Nächste. Posen, protzen und prahlen, aber nix dahinter.
      Rücksicht, sieht man selten inzwischen.

      Rede mich schon wieder in Rage,schweife zu weit ab und bin jetzt wieder still.