Kühlflüssigkeit beim 190 wechseln

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    • Und bis 3% ist gut. :D

      Du hast du mit dem Frostschutz auch recht, aber die Bezeichnung „Frostschutz“ ist ja so nicht ganz richtig.
      Das G48 erfüllt ja noch ein paar andere Aufgaben, wie eben zb Frostschutz, und da wir keine Rennen fahren, zumindest nur die wenigsten hier, steht eher der Korrosionsschutz im Vordergrund.
      Je höher man das quasi dosiert um so länger ist auch der Wechselintervall, demnach ist das Mischungsverhältnis je nach Einsatzgebiet und benötigtem Wärmehaushalt auszuwählen.

      Pur reinkippen ist aber auch nicht die Lösung, das sollte jedem klar sein, nur um das noch zu erwähnen.
      Greets Gunna :yo

      Mein Ruedi ist wie ein Käfer, seit 2011 läuft er schon bei mir, und er läuft und läuft und läuft....
    • Zunächst einmal Danke. als aufmerksamer leser bin ich froh um den Hinweis auf das G48.

      Was mich etwas irritiert: In der Betriebsanleitung finde ich keine Vorgaben zum Kühlerfrostschutz.

      Wenn man mit Fahrzeugeingabe bei Teilehändlern sucht, findet sich z.B. von Febi das Gesöff mit der Nummer 22268 Glysantin als günstigere Alternative mit Freigabe MB 325.0 und 325.2. Müsste auch passen, oder?
    • Moin,

      MB hat früher einmal nur die eigene Hausmarke empfohlen (teures G48), steht auch in den alten "Etzold-Rep.-Büchern" noch so drin, ohne die Bez. Glysantin G48.
      Wer gern Apothekenpreise zahlt kann auch dort kaufen.

      Wie bei VW, die haben bis 1996 für alle Fahrzeuge Glysantin G48 benutzt, dann auf VW-G11 (gleich mit Ravenol C11) gewechselt, warum wohl :?:

      Ansonsten bei den 4-5 Kühlmittel-Herstellern schauen, Link ist weiter vorn.
      Wer sich da mal durch gekämpft hat und sich Ahnung/Überblick verschafft hat ist nicht mehr so leicht "übern Tisch zu ziehen" und man kann ihm nichts mehr "vom Pferd erzählen". :thumbsup:

      Fazit für mich Kühlmittel sollte in regelmäßigen Abständen, abhängig von den Einsatzbedingungen gewechselt werden, wann muss Jeder für sich selbst ermitteln/festlegen.
      Die Herstellerangaben kann man getrost in der "Pfeife rauchen" meiner Meinung nach, ich werde weder nach 300.000 Km/12 Jahre noch stumpf alle 3 Jahre das Zeug wechseln.

      Gruß
      Jo
    • Gunna wrote:

      Dann mach den Siedetest auch mal unter realistischen Umständen, dann wirst du sehen, das des absolut im Rahmen bleibt.
      Also Behälter intakt und Deckel zu lassen. ;)
      Die Orientierung soll dann nicht die 190-200 Grad sein, sondern die vom TÜV geforderten mindest Temperaturen, und das ist bei DOT 4 nunmal 155 Grad.
      Heisst, alles über diesem Wert ist im normalen Betrieb Save und zugelassen und somit einwandfrei.

      Quelle:
      Persönliches Gespräch beim TÜV, der sogar nur 150 Grad nannte, und hier zum selbst lesen.

      de.wikipedia.org/wiki/Bremsflüssigkeit



      Deswegen bin ich ein DOT 5 Umrüster, auch wenn das ein bisschen Tricky ist zu bewerkstelligen, aber wer ein paar alte Autos hat, schätzt die Vorteile sehr schnell. ;)

      Leider ist das zu einer Attacke wieder so gut raus gepickt worden, nur das es eigentlich alles am Thema vorbei ist.
      Schade, das wäre eigentlich schon ein neuer Thread wert. :D
      Ja es passt natürlich nicht zum Thema.
      Aber wer damals bei der Gesellenprüfung einen Wert am Ausgleichbahälter unter 180 Grad durchgewunken hätte, wäre mit Anlauf durchgefallen.
      Und dieser Wert ist auch im normalen Alltag schnell erreicht.
      Habe bei unzähligen Fahrzeugen gemessen, bevor ich die Flüssigkeit gewechselt habe
    • Hallo,

      noch einige unkommentierte Ergänzungen zum eigentlichen Thema:

      Zitate aus "Jetzt helfe ich mir selbst" (Dieter Korp, Band 110, Mercedes Benz, 190 D, 190 D 2,5, 190 D 2,5 Turbo):

      1) Wechselintervall und Mischungsverhältnis:

      "Mit der Zeit werden die Korrosionsschutzzugaben im Kühlmittel unwirksam, deshalb das Kühlmittel alle 3 Jahre unbedingt austauschen." Beim Erneuern des Kühlmittels alle drei Jahre müssen mindestens 30% Gefrier- und Korrosionsschutz beigegeben werden, weil ansonsten kein ausreichender Korrosionsschutz besteht. Es kommt bevorzugt an den Leichtmetallteilen zu Schäden. Achtung: Daimler Benz erlaubt speziell beim 190 D nur die Verwendung des hauseigenen Frostschutzmittels. Durch die Gefrierschutzanteile erhöht sich der Siedepunkt um etwa 10°C (auf 126°C bei 1 bar Überdruck)." Das werksseitig eingefüllte Kühlmittel besteht aus 56% Wasser und 44% Gefrier- und Korrosionsschutzmittel.

      2) zur Qualität des Wasseranteils:

      "Normales Trinkwasser verwenden! Mit völlig kalkfreiem Wasser, Regenwasser, destilliertem Wasser oder entsalztem Wasser tun Sie der Kühlanlage keinen Gefallen, weil diese Wasserarten korrosiver wirken."

      Gruß Mantafred

      The post was edited 1 time, last by Mantafred ().

    • Jeder wie er gerne mag.

      In meinem R129, SL 500 (V8-Alumotor) ist die Brühe schon mindestens seit 14 Jahren drin ( Füllmenge gesamt 12,75l, Mischung 50:50, Norm MB 325.0), allerdings ist er auch nur ca. 30.000 Km in dieser Zeit gefahren.
      Mal schauen wie langer er noch hält :D , ist ja schon 28 Jahre alt. :thumbsup:

      Ich prüfe immer nur die Konzentration des Kühlmittels, nach meiner Norm (55% Glysantin G48 und 45% Wasser), quasi ein "Langzeit-Feldversuch".

      Gruß
      Jo
    • Nachdem ich vor kurzem die Kopfdichtung erneuern durfte/musste weil ein Steg gerissen war der eigentlich den Brennraum abdichten sollte hat sich mir folgendes Bild gestellt:

      Die Weichstoffdichtung hatte sich um die Wasserkanäle ringsrum aufgelöst und an verschiedenen Stellen waren auch die Stege bereits zur Hälfte weggegammelt.
      Inwieweit man dem durch einen Wechsel der Kühlflüssigkeit vorbeugen kann weiß ich nicht, aber irgendetwas scheint da ja zu wüten

      Im Zweifel investiere ich jetzt doch lieber mal die 50 Euro alle paar Jahre :D
      Suche 190D in Grün Metallic :D
    • Wenn dein Motor einen mechanischen Defekt hat und ein Riß im Zylinderkopf ist definitiv ein mech. Defekt, dann wird aus deiner Kühlflüssigkeit relativ schnell eine Säure, durch hinein gepresste Luft (Oxidation) und Verbrennungsrückstände.

      Da würde dir auch ein regelmäßiger Wechsel der Kühl-Brühe rein gar nichts nützen, quasi verschwendete Liebesmüh :S , da kannst du Kühlmittel wechseln so viel du willst.

      Hatte schon mal einen Motor, der Besitzer hat immer (öfter) nur nachgefüllt, hat aber nix mehr genützt, der Kopf war Schrott, total zerfressen. Der Wärmetauscher und Kühler vorn, sowie die Anschlüsse der Wapu auch.
      Der M102 Motor hatte auch einen Riß zwischen den Ventilen.

      Ergo bei stäkerem Kühlmittelverlust ohne äußere Anzeichen, Fehler suchen, sonst Kollateralschäden, alle halbe Jahr mal 0,3 Liter nachfüllen bei 10.000 Km oder mehr Fahrleistung ist meiner Meinung nach im Normalbereich. Ein typisches Anzeichen ist "Schleimbildung am Deckel Ausgleichsbehälter", bzw milchartige Verfärbung/Eintrübung der Kühlflüssigkeit.

      Gruß
      Jo
    • Kalk fuehr zu den Ablagerungen, kaum im Motor zu entecken. Destilliertes Wasser wirk korrodierednd, ist gleich nach dem Einfuellen in den Motor kein destielliertes mehr. Wichtiger ist, unsere neue Carbosillikatfluessigkeit (g12 nach VW) , die als nitritfrei verkauft wird, mit der alten g11 nicht zu vermischen. Im Idealfall immer die Gleiche verwenden, zB OriginalMB oder gaengige Marken die ueberall zu finden sind ohne Kopfzerbrechen
    • Hallo,

      jetzt mal ehrlich. Wer von Euch wechselt schon die Kühlflüssigkeit, wie von MB und BASF vorgeschrieben alle 3-4 Jahre? Wahrscheinlich kaum jemand. Man beruhigt sein Gewissen, indem man den Aussagen von "Experten" glaubt, die nie einen Schaden gehabt haben und den regelmäßigen Austausch als Geldverschwendung bezeichnen.

      Ich möchte das vergleichen mit den Argumenten der Raucher unter uns: "Altbundeskanzler Helmut Schmidt war Kettenraucher und wurde trotzdem 97 Jahre alt, also kann Rauchen nicht schädlich sein."


      Es ist alles eine Frage der statistischen Ausfallwahrscheinlichkeit. Wer raucht hat eine höhere Ausfallwahrscheinlichkeit. Wer den regelmäßigen Wechsel der Kühlflüssigkeit vernachlässigt ebenfalls.

      Spätestens dann, wenn einem die Plempe vom Wärmetauscher auf die Füße tropft oder die Scheiben von Innen beschlagen, wird man einsichtig. Wenn man sich bei einem defekten Wärmetauscher nicht selber helfen kann, wird das schnell zum wirtschaftlichen Totalschaden. Die Schäden durch Korrosion an ZK, Kühler und Wärmetauscher entstehen immer schleichend und erhöhen die statistische Ausfallwahrscheinlichkeit. Bei dem einen geht es gut, bei dem anderen nicht.

      Wie Jo sagte: "Jeder wie er mag."

      Gruß
      Mantafred
    • Da ich meinen 190er noch einige 100000km durchs Land treten möchte habe ich ihm nun einen recht straffen Wartungsplan auferlegt :D

      Die reinen Materialkosten sind echt überschaubar.


      Klar kann jeder die Intervalle auslegen wie er möchte, aber zumindest meiner Meinung nach macht es wenig Sinn die "Vernachlässigung" anderen als Tipp mit auf den Weg zu geben.
      (Ja ich würde mir tatsächlich zB anmaßen das Differentialöl zu wechseln obwohl das doch Lifetime ist)
      Suche 190D in Grün Metallic :D
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      MartinS wrote:

      Da ich meinen 190er noch einige 100000km durchs Land treten möchte habe ich ihm nun einen recht straffen Wartungsplan auferlegt :D

      Die reinen Materialkosten sind echt überschaubar.


      Klar kann jeder die Intervalle auslegen wie er möchte, aber zumindest meiner Meinung nach macht es wenig Sinn die "Vernachlässigung" anderen als Tipp mit auf den Weg zu geben.
      (Ja ich würde mir tatsächlich zB anmaßen das Differentialöl zu wechseln obwohl das doch Lifetime ist)
      Was verstehst du unter Lifetime :?: , die eines Taxi-Fahrzeuges oder die eines Sonntagsfahrers, ich wechsel das Diff.-Öl alle 100.000 Km.

      gazzel! wrote:

      Kalk fuehr zu den Ablagerungen, kaum im Motor zu entecken. Destilliertes Wasser wirk korrodierednd, ist gleich nach dem Einfuellen in den Motor kein destielliertes mehr. Wichtiger ist, unsere neue Carbosillikatfluessigkeit (g12 nach VW) , die als nitritfrei verkauft wird, mit der alten g11 nicht zu vermischen. Im Idealfall immer die Gleiche verwenden, zB OriginalMB oder gaengige Marken die ueberall zu finden sind ohne Kopfzerbrechen
      ja, auch im Gehirn kann sich Kalk ansetzen.

      Mantafred wrote:

      Hallo,

      jetzt mal ehrlich. Wer von Euch wechselt schon die Kühlflüssigkeit, wie von MB und BASF vorgeschrieben alle 3-4 Jahre? Wahrscheinlich kaum jemand. Man beruhigt sein Gewissen, indem man den Aussagen von "Experten" glaubt, die nie einen Schaden gehabt haben und den regelmäßigen Austausch als Geldverschwendung bezeichnen.

      Ich möchte das vergleichen mit den Argumenten der Raucher unter uns: "Altbundeskanzler Helmut Schmidt war Kettenraucher und wurde trotzdem 97 Jahre alt, also kann Rauchen nicht schädlich sein."


      Es ist alles eine Frage der statistischen Ausfallwahrscheinlichkeit. Wer raucht hat eine höhere Ausfallwahrscheinlichkeit. Wer den regelmäßigen Wechsel der Kühlflüssigkeit vernachlässigt ebenfalls.

      Spätestens dann, wenn einem die Plempe vom Wärmetauscher auf die Füße tropft oder die Scheiben von Innen beschlagen, wird man einsichtig. Wenn man sich bei einem defekten Wärmetauscher nicht selber helfen kann, wird das schnell zum wirtschaftlichen Totalschaden. Die Schäden durch Korrosion an ZK, Kühler und Wärmetauscher entstehen immer schleichend und erhöhen die statistische Ausfallwahrscheinlichkeit. Bei dem einen geht es gut, bei dem anderen nicht.

      Wie Jo sagte: "Jeder wie er mag."

      Gruß
      Mantafred
      Wenn der Wärmetauscher wegen Korrosion undicht ist hast du mit dem Motor schone lange ein Problem/Schaden und dein Kühlmittel ist mehr oder weniger schon höherprozentige HCL. Wenn man das nicht rechtzeitig bemerkt kommen die Kollateralschäden hinzu
      Den Wärmetauscher kann man an einem Tag austauschen (wer weniger geübt ist braucht halt länger, hab gerade mal wieder einen gewechselt an meinem geschenkten 1,8er (nach Zylinderkopfdichtungsschaden infolge Überhitzung wegen defektem Kühler durch den Vorbesitzer), kostet zwischen 35-50€ das Teil.
      Wirtschaflicher Totalschaden sieht bei mir anders aus, z.B. wenn die Karre nach einem Unfall so zerknittert ist, das man sie nicht mehr glatt bügeln kann. <X

      Wenn der Motor mechanisch/technisch in Ordnung ist (kein 1/2 Liter nachfüllen bei jedem zweiten tanken), dann hast man in der Regel auch kein Problem mit dem Kühlmittel, selbst wenn man, wie ich beim SL den Wechsel-Intervall extrem zieht und eher die Km-Laufleistung priorisiert anstatt die Kalender-Zeit, mache ich übrigens beim Ölwechsel genau so, MB würde einmal jährlich empfehlen.
      Klar bei 10.000 Km passt das bei 50.000 Km mehrmals, bei extremen Kurzstreckenbetrieb Wechselintervall sogar alle 5.000 Km. :yo
      Mein SL fährt, wenn er denn mal fährt meist bei schönem Wetter ca. 200-250 Km am Stück, kaum mehr als 3.000 Km in der Saison 04/10.

      Mit Statistik- und Wahrscheinlichkeits-Thesen habe ich nicht viel am Hut, ich fahre einfach solange bis mein (von mir nach sorgfältiger Korrelation*) für das
      jeweilige Fahrzeug auf Grund der jeweilig vorherrschenden Einsatzbedingungen festgelegte Wartungs-/Service-Intervall oder der Arzt kommt. ;)

      * de.wikipedia.org/wiki/Korrelation

      in diesem Sinne allzeit gute Fahrt und Mut zur Lücke der richtigen Entscheidung.

      Gruß
      Jo

      The post was edited 1 time, last by jo.corzel ().