Annäherung: Schließwinkel / KE-Jetronic-Signal messen mit Multimeter

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    • Annäherung: Schließwinkel / KE-Jetronic-Signal messen mit Multimeter

      Hallo mal wieder,
      Kurz zum Hintergrund:
      Bei meinem 190er musste ich das Gemisch neu einstellen, was quasi nur mit einem Schließwinkeltester geht.
      Ein Schließwinkeltester ist jedoch nur ein analoges Voltmeter mit anderer Skala. Der Schließwinkeltester zeigt also bei einer bestimmten Spannung aus der Buche 3 der Diagnosedose einen bestimmten Winkel an.
      Das kann jedes einigermaßen vernünftige Multimeter schon lange, nur dass man die gemessene Spannung dann noch in den entsprechenden Winkel umrechnen muss...
      Hätte ich gerne so gemacht, man findet aber leider nirgendwo in den Weiten des Internets irgendwelche Informationen zur Spannung die aus dieser Buchse kommt X(
      Also schweren Herzens einen Schließwinkeltester gekauft, Gemisch eingestellt und mir geschworen, das nochmal alles mit dem Multimeter nachzumessen und eine einigermaßen annehmbare Anleitung ins Internet zu schießen.

      Hier ist sie nun:
      Ich habe mit dem Schließwinkeltester das Gemisch so eingestellt, dass es immer zwischen 45° und 50° pendelt (optimaler habe ich es nicht hinbekommen).
      Dann mit einem Multimeter gemessen, welche Spannungen diesen Winkel ergeben. Das sind zwischen 5,55V und 5,V88. Heißt der optimale Winkel von ca. 45° liegt bei ca. 5,6V.

      Zusammenfassung:
      Multimeter mit Minus an Masse und mit Plus an Kontakt 3 der Buchse X11. Dann sollte das Multimeter zwischen 5V und 6V pendeln, je näher an 5,6V, desto besser.
      Wenn der Wert deutlich höher ist (also der Winkel kleiner ist), ist euer Gemisch zu fett.
      Wenn der Wert deutlich niedriger ist (also der Winkel größer ist), ist euer Gemisch zu mager.

      Aber Achtung!
      Wirklich 100prozentig kann man das Gemisch wahrscheinlich nur mit einem Schließwinkeltester einstellen. Meine Werte sind ca.-Angaben, die erstmal einen groben überblick verschaffen können, wenn kein Schließwinkeltester zur Hand ist.
      Ich bin aber der Meinung, dass die Multimeter-Methode für eine normale Einstellung ausreichend ist, es sei denn ihr wollt den Schließwinkel auf exakt genau 50° +-1° auspendeln...

      Vielleicht kann jemand mit ein bisschen elektronischem Verständnis das ganze nochmal nachmessen und bestätigen.

      Ich hoffe ich kann Leuten wie mir helfen, die sich auch ärgern, warum man die Werte im Internet nicht findet...

      Viele Grüße,
      Lennart
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      The post was edited 1 time, last by Babybenz2.0 ().

    • Hallo Lennart,

      schön gemeint mit der Anleitung, aber Du hast einige Fehler darin. Bitte ändere das oder lösche alles wieder.

      1. Wird die die Ausgabe an der Dose Pin 3 niemals in Volt gemessen. Dazu sind die Multimeter viel zu unterschiedlich und Träge um irgendetwas abzuleiten. Schließlich kann und muss noch einige Dinge mehr darüber geprüft werden.

      2. Verwechselst Du Schließwinkel (Grad) und Tastverhältnis (Prozent) miteinander.

      Das Tastverhältnis kann jedes 50€ KFZ Multimeter ausgeben. Das würde ich jeden empfehlen der sich damit auseinander setzten möchte. Zu erkennen an der Funktion Duty Cycle! Oft wird das nicht explizit benannt aber zu erkennen an dem zu Symbol HZ %.

      Ich habe z.B. dieses seit paar Jahren: UT 139C: Multimeter, digital, 6000 Counts, TRMS bei reichelt elektronik


      Den Schließwinkel wird mit einem analogen Messgerät wie oben bei dir gemessen. Das liegt daran, dass in den 80ern kein Multimeter mit Duty Cycle Funktion zu Verfügung stand. Deshalb hat man die schon damals alten Schließwinkeltester (zum Unterbrecher einstellen) dafür benutzt.

      Aber : Die Werte zwischen Schließwinkel und Tastverhältnis unterscheiden sich!!!

      Beim Tastverhältinis wird immer 50% Pendeln angestrebt. Egal ob 4, 6 oder 8 Zylinder. Pendeln um 50% im Leerlauf und bei 2500Umin. Ein stehender Wert bedeutet ein Fehler.

      Beim Schließwinkel muss die Zylinderanzahl berücksichtigt werden. Dafür gibt es eine Umrechnungstabelle im Netzt. MOTOR-TALK - Europas größte Auto- und Motor-Community!

      Daraus ergibt sich beim 4. Zylinder sind 50% TS = 45° SW. Das heißt Du musst dein SW um 45° Pendel einstellen. Beim M103 wären es sogar nur 30°!


      Zudem gibt es gute Anleitungen schon seit Jahren im Netz. Die ganze Sache ist aber eben nicht in 5 Sätzen erklärt. Darum haben heutige (jüngere) Einsteiger oft Probleme. Man muss sich mit der Sache schon etwas beschäftigen. Das führt bei jüngeren oft zum erschöpfen und Zusammenbruch. :S
      300CE-24 '92
      190E 2.3-16 '87
      190E 2.6 '93 (3.0-->3.3)
      E320 T '99
      BMW e30 320i
      BMW 528i

      Bilder M103 3.3 photos.google.com/share/AF1Qip…DR3NWczTlhQQ2hEOXJ3&hl=de
    • 1.8'er wrote:

      1. Wird die die Ausgabe an der Dose Pin 3 niemals in Volt gemessen. Dazu sind die Multimeter viel zu unterschiedlich und Träge um irgendetwas abzuleiten. Schließlich kann und muss noch einige Dinge mehr darüber geprüft werden.
      Ein Schließwinkeltester ist ein analoges Voltmeter, also das gleiche wie die Volt-Funktion des Multimeters.

      1.8'er wrote:

      2. Verwechselst Du Schließwinkel (Grad) und Tastverhältnis (Prozent) miteinander.

      Das Tastverhältnis kann jedes 50€ KFZ Multimeter ausgeben. Das würde ich jeden empfehlen der sich damit auseinander setzten möchte. Zu erkennen an der Funktion Duty Cycle! Oft wird das nicht explizit benannt aber zu erkennen an dem zu Symbol HZ %.

      Ich habe z.B. dieses seit paar Jahren: UT 139C: Multimeter, digital, 6000 Counts, TRMS bei reichelt elektronik
      Genau das kann ein normales Multimeter auch, man muss nur ein wenig kreativ sein.

      Aber bezüglich des Tastverhältnisses habe ich mich tatsächlich getäuscht, da hast du recht. Ich werde das ganze dann nochmal mit 45° Schließwinkel durchmessen und morgen aktualisieren.

      ABER:
      Wie schon gesagt, ein Multimeter ersetzt keinen Schließwinkeltester! Dem bin ich mir auch bewusst.

      Aber stellt euch mal folgendes vor:
      Irgendwas am Gemisch eines 190ers stimmt nicht. Es hat jetzt aber natürlich nicht jeder einen Schließwinkeltester zuhause, geschweige denn die Geduld und Erfahrung, das einzustellen. Ein Multimeter oder Voltmeter lässt sich jedoch deutlich leichter auftreiben und gibt einen doch relativ genauen überblick über das Gemisch. Die oben genannten Werte sind ja auch nicht exakt in Stein gemeißelt. Es reicht manchmal schon zu sehen, dass das Multimeter 7,5V anzeigt, dann weiß man definitiv: das Gemisch ist zu fett. (Dann kann man sich ja immer noch eine Lösung für die Einstellung suchen...)

      Danke für das Feedback!

      The post was edited 1 time, last by Babybenz2.0 ().

    • Babybenz2.0 wrote:

      Ein Schließwinkeltester ist ein analoges Voltmeter, also das gleiche wie die Volt-Funktion des Multimeters.
      Nein ist es nicht. Ein Oszy ist auch kein Multimeter, nur weil ich damit Spannung messen kann.

      Babybenz2.0 wrote:

      Genau das kann ein normales Multimeter auch, man muss nur ein wenig kreativ sein.
      Wenn das DMM keine Duty Cycle Funktion hat, kann es kein Tastverhältnis anzeigen. Ich weiß nicht was du hier versuchst schön zureden.

      Babybenz2.0 wrote:

      Aber bezüglich des Tastverhältnisses habe ich mich tatsächlich getäuscht
      Nicht nur damit.

      Babybenz2.0 wrote:

      Aber stellt euch mal folgendes vor:
      Irgendwas am Gemisch eines 190ers stimmt nicht
      Ich setzte voraus, dass zumindest jeder der solche alten Böcke fährt, ein Schließwinkeltester oder ein DMM mit TS Ausgabe besitzt und bedienen kann. Die 50€ kann einen der Wagen schon Wert sein.

      Auch lässt sich mit der Spannungsausgabe eigentlich nichts erkennen. Flackert der Wert oder Pendelt die KE? Wie genau gibt das DMM die Spannung aus? Zwischen einen DKD Kalibrierten DMM und den 12,99€ liegen Welten. Eine Fehlerausgabe lässt sich Garnichts erkennen, weil man erst die Spannung umrechnen muss. Aber wie hoch ist die Spannung bei 70% oder 30%...
      300CE-24 '92
      190E 2.3-16 '87
      190E 2.6 '93 (3.0-->3.3)
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      BMW e30 320i
      BMW 528i

      Bilder M103 3.3 photos.google.com/share/AF1Qip…DR3NWczTlhQQ2hEOXJ3&hl=de
    • 1. Wie ein Schließwinkeltester nun von innen aussieht ist bei der KE eigentlich ziemlich irrelevant, es wird ja sowieso kein Schließwinkel oder Tastverhältnis gemessen, sondern eine von der KE generierte Gleichspannung. Gleichspannung misst man mit einem Voltmeter (Multimeter)

      2. Es geht hier auch nicht um die Bestimmung von Fehlercodes aus der Buchse. Da gebe ich dir Recht, da schwankt die generierte Gleichspannung sehr stark. Das ist mit einem einigermaßen hochwertigen neuen Multimeter aber auch sichtbar. Besonders, da die Spannung dann immer auf 0 abfällt.
      Außerdem gehe ich davon aus, dass wie bei mir keine Fehlercodes gespeichert sind und ausgegeben werden.

      3. Wie ich schon mehrfach gesagt habe, es geht hier nicht um die exakte Bestimmung von irgendwelchen Schließwinkeln oder Tastverhältnissen oder professionellen Einstellungen! Es geht einzig und allein um ein für jedermann mit einfachem Multimeter reproduzierbares Ergebnis! Gib mir 5 Multimeter und ich wette mit dir, dass bis auf winzige Abweichungen(vielleicht +- 0,1V) alle das von mir beschriebene Ergebnis anzeigen. Ich wette genauso mit dir, dass wenn ich jetzt mein Gemisch viel zu fett einstelle und dann mit den Multimetern messe, die dann alle die gleiche viel höhere Spannung anzeigen.
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      Es wird keine Gleichspannung gemessen, sondern ein mit 100Hz abgetastetes Rechtecksignal. Das Signal ist nicht symmetrisch sondern variiert im Verhältnis zwischen high und low. Dass ein ausreichend träges Multimeter eine Gleichspannung anzeigt ist ein Nebeneffekt ( vgl. PWM Steuerung ).
      Wenn man das Signal auf einem Oszilloskop auswertet, sieht man schön die Signalflanken. Eventuell kann ich die Tage mal Fotos vom geplotteten Signal hochladen.
      Merciless Benz