Radlager Hinten

    • Radlager Hinten

      Bei meiner Winterhure wird es hinten immer Lauter ich vermute mal
      das rechte Radlager...

      Kann mir jemand Symptome nennen? Eventuell doch das Diff?

      Es ist leicht Drehzahl abhängig, bevor ich von 70-80kmh in den 4ten Gang gehe ist es am lautesten.

      Hat sonst vielleicht jemand schonmal die Wis für mich? Soll wohl schönere arbeiten geben..
    • Tim-dx wrote:

      Hat jemand vielleicht eine Anleitung? Was für Werkzeuge brauche ich?
      Hallo,

      wenn du keine Hydraulikpresse (min. 12t) und entsprechendes Aus- und Einpress-Werkzeug für das Radlager hast wird das nichts.
      Dann am besten den kpl. Achsschenkel ausbauen (ohne Querlenker und Bremsenteile) und einer freien KFZ-Werkstatt auf den Tisch legen zusammen mit dem neuen Radlagerkit (ca. 30€).
      Je nachdem wie das Ankerblech (Spritzblech) und das Traggelenk hinten ausschaut, bzw. was der Rost noch übrig gelassen hat das Ankerblech und das Traggelenk auch gleich mit tauschen.

      Das Ankerblech wird beim Radlagerwechsel eh immer etwas in Mitleidenschaft gezogen, kann man aber wieder richten, wenn noch nicht durchgerostet.

      Die Antriebswelle, bzw. die Mutter in der Radnabe ist eigentlich (auch bei Rostlauben) kein Problem, muss nur außen gelöst werden, innen kann sie dran bleiben.
      Eine ordentliche Verlängerung und stabile Nuß SW30 reicht für die zwölfkant-Mutter aus. Anzugsmoment beim Einbau 220Nm (steht auch alles im Etzold)
      Die Schrauben der Querlenker können schon problematischer werden, wenn festgerostet. Dann Röstlöser und Wärme.

      Wenn du die einstellbare Spurstange der Hinterachse (Exenter) nicht wechselst ist auch keine Achsvermessung erforderlich, sonst schon.
      Wenn die Querlenker hinüber sind wird es langsam eine Hinterachsüberholung :D

      Gruß
      Jo
    • Man braucht hier KEINE Presse. Bei Ebay gibt es aus Chinesien billige Werkzeuge im Koffer, die eigentlich nur aus einer Gewindespindel + Muttern + verschiedenen Hülsen bestehen (Beispiel, das so ähnlich aussieht wie meins, keine Ahnung ob es das selbe ist: Ebay Artikelnummer 233212788936)
      Meins ist im roten Koffer, das mitgelieferte Axiallager habe ich ersetzt durch was Gescheites (geht auch ohne Axiallager). Habe damit schon die verschiedensten Radlager an unterschiedlichsten Autos getauscht, mindestens 15 Stück. Renault Scenic, Twingo, W124, W201, Golf, Passat, usw.

      Man sollte noch irgendwas an Flachstahlstücken oder sonstigem Kram rumliegen haben, damit die Abzieher-Bolzen fürs Abziehen der Radnabe gute Auflagepunkte haben. Es ist oft ratsam, das Ankerblech der Bremse gleich mit zu tauschen, weil dafür die Nabe raus sollte und dafür das Radlager zerstört wird. Also wenn man eh schon dabei ist: rostige Bleche gleich tauschen. Gibt's verzinkt im Zubehör.

      Damit ist der Radlagertausch kein großes Problem. Man muss nur die Antriebswellen, das Bremsgeraffel und evtl. den Auspuff demontieren, das ganze Achszeug kann komplett drin bleiben. Wenns gut läuft, ist ein Radlager in unter 2 Stunden ohne Hektik getauscht. Ich liebe dieses Werkzeug!

      Grüßle Jo

      The post was edited 1 time, last by Gullideggl ().

    • Es gibt viele Wege nach Rom 8) ,

      hab hier noch einen kuriosen Radnabenausbau gefunden mit dem 10Kg Vorschlaghammer, den ich bisher noch nicht kannte :thumbsup:
      Der Rest dürfte sich mit Gullideggl`s Methode decken.

    • Gullideggl wrote:

      Man braucht hier KEINE Presse. Bei Ebay gibt es aus Chinesien billige Werkzeuge im Koffer, die eigentlich nur aus einer Gewindespindel + Muttern + verschiedenen Hülsen bestehen (Beispiel, das so ähnlich aussieht wie meins, keine Ahnung ob es das selbe ist: Ebay Artikelnummer 233212788936)
      Meins ist im roten Koffer, das mitgelieferte Axiallager habe ich ersetzt durch was Gescheites (geht auch ohne Axiallager). Habe damit schon die verschiedensten Radlager an unterschiedlichsten Autos getauscht, mindestens 15 Stück. Renault Scenic, Twingo, W124, W201, Golf, Passat, usw.

      Man sollte noch irgendwas an Flachstahlstücken oder sonstigem Kram rumliegen haben, damit die Abzieher-Bolzen fürs Abziehen der Radnabe gute Auflagepunkte haben. Es ist oft ratsam, das Ankerblech der Bremse gleich mit zu tauschen, weil dafür die Nabe raus sollte und dafür das Radlager zerstört wird. Also wenn man eh schon dabei ist: rostige Bleche gleich tauschen. Gibt's verzinkt im Zubehör.

      Damit ist der Radlagertausch kein großes Problem. Man muss nur die Antriebswellen, das Bremsgeraffel und evtl. den Auspuff demontieren, das ganze Achszeug kann komplett drin bleiben. Wenns gut läuft, ist ein Radlager in unter 2 Stunden ohne Hektik getauscht. Ich liebe dieses Werkzeug!

      Grüßle Jo
      Meine Selbhilfewerkstatt hatte genau dieses Werkzeug da, auspressen geht damit nicht, da das Lager gleich groß des Zylinders ist. Hab es dann mit nem Gleithammer ausgepresst.
      Braucht auf jeden Fall keine Hydraulikpresse.
    • Das Problem hier ist: die Hülsen sind nicht überall gleich groß, da gibt es unterschiedliche Durchmesser bzw. generell unterschiedliche Werkzeugsätze. Musste das Werkzeug eines Kumpels mal anpassen, weil die Hülse nicht für seinen Renault Kangoo passte (zu geringer Durchmesser). Die in meinem Koffer hätte gepasst, die Innendurchmesser hatten ein paar Zehntel Differenz.

      Leider kann ich nicht mehr sagen, welches meins ist. Sieht optisch alles gleich aus und mein Kauf ist Jahre her...

      Grüßle Jo
    • Besorg dir am besten das Radlager + Werkzeug vorab, dann kannst du sicher prüfen, ob das Lager in die Buchse passt. Das Schwierigste an der Arbeit ist dann das Rausdrehen der Schrauben am Flansch der Antriebswellen aber auch nur, weil man die nicht zerknaddeln sollte. Der Vielzahn kann hier voll mit Schmutz sein und muss dann erst relativ aufwendig sauber gemacht werden. Dann kommt man mit Ratsche+ Verlängerungen völlig problemlos vom Radhaus aus an die Schrauben: wenn man die jeweilige Schraube immer erst auf 12 Uhr dreht kann man Ratsche + Verlängerungen schön gerade durchfädeln. Dann Handbremse ziehen und Schraube lösen. Bremszeug also erst nach dem Lösen der Welle ausbauen ;)

      Grüßle Jo
    • Moin,
      ich habs bei meiner Hinterachsrevision wie folgt gemacht:
      Auto steht auf eigenen Rädern. Mutter an der Antriebswelle außen aufmeißeln mit Schraubendreher und Hammer etc. , danach mit Schlagschrauber lösen. Auto aufbocken. Bremssattel abschrauben, Handbremse aushängen, Alle Streben am Achsschenkel lösen. Achsschenkel samt Radnabe, Radlager und Ankerblech vom Antriebswellenstumpf abziehen. Dann die Radnabe aus dem Schenkel pressen. Sone 12t Presse für nen Hunni bei ebay reicht dafür vollkommen aus.
      Meist ist der innere Ring an der Radnabe mit dran, den muss man danach noch entfernen. Entweder durch Hitze, indem man da stumpf was raufbrät, oder mit Hammer und Meißel, evtl. Aufflexen(?)
      Dann Ankerblech mit den drei Inbusschrauben vom Achsschenkel lösen. Sprengring über dem Radlager herausnehmen. Äußeren Radlagerring mit geeignetem Werkzeug auspressen. Diesen Ring kann man sonst auch prima verwenden, um das neue Lager einzupressen. Der Einbau erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge...

      Gruß
      Tim
    • Geht auf verschiedenste Weise. Ich hab damals mein erstes Radlager mit meinem großen Schraubstock eingepresst - kein Scherz, das geht gut! Aber das China-Werkzeug hat den Vorteil, dass man wenig demontieren muss und die ganze Arbeit recht handlich geht, wenn der Achsschenkel noch verschraubt ist.

      Die Methode mit Ausbau des Achsschenkels hat den Vorteil, dass man die Antriebswelle am Differenzial dranlassen kann.

      Grüßle Jo